Stuttgart: Sieben Jahre Haft für Cyberangriff auf Staatstheater

Stuttgart, 30. Januar 2026 (JPD) – Das Landgericht Stuttgart hat einen 46-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen wegen Erpressung und Computersabotage zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Zudem ordnete die 18. Große Strafkammer die Einziehung von Taterträgen in Höhe von rund 560.000 Euro an. Das Urteil erging nach einem Cyberangriff auf das Staatstheater Stuttgart im Jahr 2019 und weiteren Angriffen auf IT-Systeme bundesweit.

Cyberangriff auf Staatstheater Stuttgart: Urteil nach mehrjährigen Ermittlungen

Der Angeklagte soll gemeinsam mit weiteren Personen aus dem Ausland Schadsoftware eingesetzt haben, um Daten auf IT-Systemen verschiedener Unternehmen und Einrichtungen zu verschlüsseln und Lösegeld zu erpressen. Nach Überzeugung des Gerichts ist der Mann in sechs Fällen wegen Erpressung in Tateinheit mit Computersabotage und in 16 Fällen wegen versuchter Erpressung in Tateinheit mit Computersabotage schuldig.

Die Hauptverhandlung begann am 18. März 2025 und erstreckte sich über 31 Verhandlungstage. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Das Verfahren trägt das Aktenzeichen 18 KLs 710 Js 5042/24.

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