Arbeitsgerichte in Niedersachsen verzeichnen deutlichen Anstieg der Eingangszahlen

Hannover, 5. Mai 2026 (JPD) Die Arbeitsgerichtsbarkeit in Niedersachsen hat im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg der Verfahrenseingänge verzeichnet. Nach dem veröffentlichten Geschäftsbericht des Präsidenten des Landesarbeitsgericht Niedersachsen stiegen die Eingangszahlen bei den Arbeitsgerichten um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch am Landesarbeitsgericht selbst zeichnet sich ein entsprechender Zuwachs ab. Die durchschnittliche Verfahrensdauer erhöhte sich trotz der Belastung nur moderat.

Steigende Verfahren in wirtschaftlich belastetem Umfeld

Als wesentliche Ursache für die Entwicklung nennt der Geschäftsbericht die anhaltend schwache wirtschaftliche Lage in Deutschland. Diese führe vermehrt zu Streitigkeiten über den Bestand von Arbeitsverhältnissen. Der Anstieg der Verfahren spiegele sich zunehmend auch auf Ebene des Landesarbeitsgerichts wider. Trotz der höheren Fallzahlen sei es gelungen, die Verfahrensdauer weitgehend stabil zu halten.

Die Einführung der elektronischen Akte e²A ist inzwischen im Alltag der Gerichte etabliert. Gleichwohl bestehen nach Angaben des Berichts weiterhin technische Leistungsprobleme, die die Arbeit mit der elektronischen Akte erschweren. Der vollständige Geschäftsbericht ist elektronisch auf der Internetseite des Landesarbeitsgerichts abrufbar.

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