Bundesgerichtshof: Richterin Praxedis Möhring tritt in den Ruhestand

Karlsruhe, 27. Februar 2026 (JPD) Die Richterin am Bundesgerichtshof, Praxedis Möhring, tritt mit Ablauf des 28. Februar 2026 in den Ruhestand. Sie wurde am 2. Dezember 1959 in Bremen geboren und begann ihre juristische Laufbahn 1987 im höheren Justizdienst von Baden-Württemberg. Nach Tätigkeiten bei Staatsanwaltschaften und Landgerichten, unter anderem in Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe, war sie 1992 bis 1993 an der Generalstaatsanwaltschaft Berlin eingesetzt, um kriminelle Regierungsakte in der DDR aufzuklären.

Von 1994 an war Möhring Richterin am Landgericht Heidelberg, später wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesgerichtshof. Nach einer Ernennung zur Richterin am Oberlandesgericht Sachsen und Tätigkeiten am Oberlandesgericht Dresden übernahm sie 2006 den Vorsitz einer Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Dresden. 2008 wurde sie Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Dresden, bevor sie 2010 in den Bundesgerichtshof berufen wurde.

Am BGH war Möhring Mitglied des IX. Zivilsenats, zuständig für Insolvenz-, Zwangsvollstreckungsrecht und Schadensersatzansprüche gegen Anwälte und Steuerberater. Mit Einrichtung des VIa. Zivilsenats 2021 übernahm sie dort als stellvertretende Vorsitzende vorrangig Rechtsstreitigkeiten über Schadensersatzansprüche aus unerlaubten Handlungen bei Diesel-Fahrzeugen. Zudem war sie im Großen Senat für Zivilsachen sowie im Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes tätig. Über mehr als 15 Jahre prägte Möhring die Rechtsprechung in den von ihr betreuten Bereichen maßgeblich.

Markiert:
Cookie Consent mit Real Cookie Banner