
München, 20. Januar 2026 (JPD) – Das bayerische Kabinett hat die Führungsspitzen zweier Generalstaatsanwaltschaften neu besetzt. Petra Strohbach wird zum 1. Februar 2026 neue Generalstaatsanwältin in Nürnberg. Der bisherige Amtsinhaber Andreas Wimmer wechselt zeitgleich an die Spitze der Generalstaatsanwaltschaft München.
Mit dem Amtswechsel setzt der Freistaat Bayern auf erfahrene Juristen aus den eigenen Reihen. Strohbach folgt in Nürnberg auf Wimmer, der dort seit August 2022 Generalstaatsanwalt war. Die personellen Entscheidungen betreffen damit zwei der zentralen Standorte der bayerischen Strafverfolgungsbehörden.
Justizminister Georg Eisenreich würdigte beide Personalien als Stärkung der bayerischen Justiz. Wimmer habe die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg geprägt und übernehme nun die Leitung in München, während Strohbach aufgrund ihrer bisherigen Laufbahn für die Führung der Behörde in Nürnberg vorgesehen sei.
Wechsel an der Spitze der Generalstaatsanwaltschaften in Nürnberg und München
Andreas Wimmer, 64 Jahre alt, begann seine Laufbahn 1989 bei der Staatsanwaltschaft München I. Es folgten Stationen im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, am Landgericht München I sowie Abordnungen in den Bereich der Bundes- und Europaangelegenheiten. Später war er unter anderem Referatsleiter in der Strafrechtsabteilung des Justizministeriums und ständiger Vertreter des Generalstaatsanwalts in München.
Nach Leitungsfunktionen als Präsident der Landgerichte Landshut und Augsburg wurde Wimmer im August 2022 Generalstaatsanwalt in Nürnberg. Zum 1. Februar 2026 übernimmt er nun die Leitung der Generalstaatsanwaltschaft München. Dort ist die Behörde unter anderem für die Aufsicht über die Staatsanwaltschaften im Bezirk und für bedeutende Strafverfahren zuständig.
Petra Strohbach, 63 Jahre alt, trat 1990 in den bayerischen Justizdienst ein und begann als Staatsanwältin in Nürnberg-Fürth. Nach Tätigkeiten als Richterin am Landgericht Nürnberg-Fürth und später am Oberlandesgericht Nürnberg übernahm sie Führungsaufgaben in der Staatsanwaltschaft und bei der Generalstaatsanwaltschaft München, unter anderem in der Zentralabteilung mit Zuständigkeit für Personal- und Haushaltsfragen.
2019 wurde Strohbach Leitende Oberstaatsanwältin in Kempten, seit Februar 2023 leitete sie die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Mit Wirkung zum 1. Februar 2026 wird sie nun Generalstaatsanwältin in Nürnberg und damit oberste Anklagevertreterin für den dortigen Bezirk.
Der personelle Wechsel an den Spitzen der Generalstaatsanwaltschaften in Nürnberg und München ist Teil der turnusmäßigen Neubesetzung von Leitungsfunktionen innerhalb der bayerischen Justiz. Beide Behörden spielen eine zentrale Rolle bei der Koordination und Aufsicht der Staatsanwaltschaften sowie bei der Bearbeitung besonders bedeutsamer Strafverfahren im Freistaat.