YPOG berät die Gesellschafter:innen von Prior Labs beim beabsichtigten Verkauf an SAP

Berlin, 4. Mai 2026 (PM) – YPOG hat die Gesellschafter:innen der Prior Labs beim beabsichtigten Verkauf des Unternehmens an SAP (NYSE: SAP) beraten. SAP beabsichtigt, den Anbieter von Tabular Foundation Models zu erwerben, um in Europa ein führendes Frontier-AI-Lab für strukturierte Unternehmensdaten aufzubauen. 

Prior Labs wird weiterhin als eigenständige Einheit operieren; SAP hat sich verpflichtet, in den kommenden vier Jahren mehr als 1 Milliarde EUR zu investieren, um Prior Labs zu einem weltweit führenden Frontier-AI-Lab für die strukturierten Daten auszubauen, auf denen die Unternehmen dieser Welt basieren. Die finanziellen Bedingungen der Transaktion wurden nicht offengelegt. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigaben und wird voraussichtlich im zweiten oder dritten Quartal 2026 erfolgen. 

Prior Labs mit Sitz in Freiburg ist mit seiner Dodona-Plattform Pionier im Bereich Tabular Foundation Models, einer neuen Kategorie von KI-Modellen, die speziell für strukturierte Unternehmensdaten entwickelt wurde. Die von Prior Labs entwickelte TabPFN-Modellreihe, die 2025 in „Nature“ publiziert wurde, hat in zahlreichen unabhängigen Studien den Stand der Technik auf tabellarischen Benchmarks gesetzt und Tabular Foundation Models als eigenständige KI-Kategorie etabliert. Das Unternehmen entwickelt eine breit genutzte Open-Source-Lösung für tabellarische KI und hat ein internationales Team von KI-Forscher:innen und Praktiker:innen aufgebaut. 

SAP plant, Prior Labs auch nach Vollzug der Transaktion als eigenständige Einheit mit eigener Marke, Mission und forschungsgetriebener Identität fortzuführen und über die kommenden Jahre mit erheblichen Investitionen weiter auszubauen. Die Technologie von Prior Labs soll dazu beitragen, Vorhersagen auf Basis strukturierter Unternehmensdaten etwa zu Zahlungsausfällen, Lieferant:innenrisiken, Upselling-Potenzialen oder Churn-Risiken noch präziser in Unternehmensanwendungen nutzbar zu machen. 

„Diese Transaktion vereint hochinnovative tabellarische KI-Technologie mit einer komplexen M&A-Transaktion von internationaler Bedeutung“, sagt Dr. Tim Schlösser, Partner bei YPOG. „Sie ist ein Beleg für die Fähigkeit unserer Kanzlei, Technologie-Deals in bislang beispielloser Geschwindigkeit umzusetzen“, ergänzt Dr. Benjamin Ullrich, Partner bei YPOG.

Commeo beriet zu kartellrechtlichen Fragen, Pusch Wahlig Workplace Law zu arbeitsrechtlichen Aspekten.

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