
Hamburg, 14. April 2026 (JPD) Polizei und Staatsanwaltschaft in Hamburg starten eine gemeinsame Organisationseinheit zur effizienteren Bearbeitung von Strafverfahren. Ab dem 15. April 2026 nimmt die „Gemeinsame Eingangs- und Bearbeitungsstelle“ (GEBS) im Probebetrieb ihre Arbeit auf. Ziel ist eine schnellere und ressourcenschonendere Verfolgung sogenannter Massendelikte. Insgesamt 56 Mitarbeitende des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft arbeiten dafür erstmals organisatorisch gebündelt zusammen.
Gemeinsame Bearbeitung soll Verfahren beschleunigen
Die neue Struktur betrifft insbesondere häufig vorkommende Delikte wie Diebstahl, Sachbeschädigung, Beleidigung oder Hausfriedensbruch. Eingehende Verfahren werden künftig nicht mehr getrennt, sondern gemeinsam bewertet und bearbeitet. Bereits zu Beginn soll auf Grundlage festgelegter Kriterien über das weitere Vorgehen entschieden werden, etwa über die Zusammenführung von Verfahren, Strafbefehlsanträge oder Anklageerhebungen. Auch Einstellungen aus Opportunitätsgründen sind frühzeitig vorgesehen.
Durch die enge Abstimmung unter einem Dach sollen Doppelarbeit vermieden und Abläufe beschleunigt werden. Vorgesehen ist zudem eine konsequentere Verfolgung von Wiederholungstätern durch Bündelung entsprechender Verfahren. Nach Angaben der Behörden könnten jährlich rund 35.000 Verfahren über die neue Stelle bearbeitet werden.
Die GEBS wird zunächst für mindestens ein Jahr im Probebetrieb geführt. Anschließend ist eine Evaluation vorgesehen. Das Projekt geht auf eine im Koalitionsvertrag vereinbarte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft zurück, mit dem Ziel, Ressourcen gezielter einzusetzen und die Strafverfolgung zu optimieren.





