Nachtarbeit in Deutschland: 4 Millionen Beschäftigte arbeiten regelmäßig zwischen 23 und 6 Uhr

Wiesbaden, 24. März 2026 (JPD) In Deutschland haben im Jahr 2024 rund 4,0 Millionen Erwerbstätige Nachtarbeit geleistet. Das entspricht 9,3 Prozent der insgesamt 42,6 Millionen Beschäftigten, die zumindest gelegentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr arbeiteten. Anlass der Veröffentlichung ist die bevorstehende Umstellung auf Sommerzeit in der Nacht zum 29. März 2026, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage des Mikrozensus mitteilt. Für Nachtarbeitende bedeutet die Zeitumstellung eine Stunde weniger Arbeitszeit.

Der Anteil der Nachtarbeit variiert deutlich nach Geschlecht und Alter. Männer waren mit 11,7 Prozent nahezu doppelt so häufig betroffen wie Frauen mit 6,5 Prozent. Auch altersbezogen zeigen sich Unterschiede: Während 10,6 Prozent der unter 35-Jährigen und 9,6 Prozent der 35- bis 54-Jährigen nachts arbeiteten, lag der Anteil bei den über 55-Jährigen bei 7,4 Prozent.

Nachtarbeit konzentriert sich auf bestimmte Branchen

Besonders verbreitet ist Nachtarbeit in einzelnen Wirtschaftsbereichen. In der Luftfahrt lag der Anteil 2024 bei 42,6 Prozent der Beschäftigten. Es folgen Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien mit 40,2 Prozent und die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 31,1 Prozent. Auch in der Logistik, im Gesundheitswesen und in der Gastronomie ist Nachtarbeit überdurchschnittlich häufig.

Demgegenüber spielt Nachtarbeit in anderen Branchen nur eine geringe Rolle. Im Baugewerbe, insbesondere bei vorbereitenden Baustellenarbeiten und Ausbaugewerken, lag der Anteil bei 1,8 Prozent. Ähnlich niedrige Werte zeigen sich in IT-Dienstleistungen mit 3,6 Prozent sowie im Bereich Erziehung und Unterricht mit 3,8 Prozent.

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