Landwirtschaftliche Erzeugerpreise fallen deutlich – Kartoffeln und Milch treiben Rückgang

Wiesbaden, 13. März 2026 (JPD) Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland sind im Januar 2026 deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen sie um 10,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Dezember 2025 hatte der Rückgang noch 8,3 Prozent betragen, im November 5,7 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 sanken die Preise um 2,3 Prozent.

Besonders stark verbilligten sich pflanzliche Erzeugnisse, deren Preise im Jahresvergleich um 11,9 Prozent zurückgingen. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse lagen 8,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Monatsvergleich entwickelten sich beide Bereiche unterschiedlich: Während pflanzliche Produkte um 1,9 Prozent teurer wurden, sanken die Preise für tierische Erzeugnisse um 4,7 Prozent.

Kartoffeln und Milch prägen Entwicklung der Agrarpreise

Der deutliche Rückgang bei pflanzlichen Erzeugnissen ist unter anderem auf gesunkene Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese lagen im Januar 2026 um 49,8 Prozent unter dem Vorjahreswert, nachdem bereits in den Vormonaten deutliche Rückgänge verzeichnet worden waren. Gegenüber Dezember 2025 stiegen die Kartoffelpreise allerdings leicht um 1,7 Prozent.

Auch bei anderen pflanzlichen Produkten gaben die Preise nach. Obst verbilligte sich im Jahresvergleich um 25,3 Prozent, darunter Tafeläpfel um 26,9 Prozent. Getreide war um 16,7 Prozent günstiger, Handelsgewächse insgesamt um 4,7 Prozent und Futterpflanzen um 8,2 Prozent. Dagegen verteuerten sich Gemüse um 1,8 Prozent sowie Wein um 1,4 Prozent.

Bei tierischen Erzeugnissen wirkte vor allem der deutliche Preisrückgang bei Milch, die im Januar 2026 um 23,5 Prozent günstiger war als ein Jahr zuvor und auch im Monatsvergleich um 8,7 Prozent nachgab. Gleichzeitig stiegen die Preise für Eier um 15,4 Prozent.

Die Preise für Tiere insgesamt lagen 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Maßgeblich war ein Anstieg bei Rindern um 26,5 Prozent. Dagegen sanken die Preise für Schlachtschweine erneut um 16,1 Prozent. Geflügel verteuerte sich um 5,1 Prozent, wobei insbesondere Enten und Puten deutlich teurer wurden.

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