
Karlsruhe, 10. März 2026 (JPD) Im Zusammenhang mit mutmaßlichen Waffenbeschaffungen für die islamistische Organisation Hamas ist ein weiterer Beschuldigter festgenommen worden. Wie die Generalbundesanwaltschaft mitteilte, nahmen Grenzbeamte am 6. März 2026 auf dem Flughafen Larnaka den im Libanon geborenen Kamel M. bei seiner Einreise nach Zypern fest. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshof vom 6. Februar 2026.
Der Beschuldigte steht im dringenden Verdacht der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung nach §§ 129a, 129b Strafgesetzbuch. Nach Angaben der Ermittler soll er Teil der Hamas gewesen sein und an der Beschaffung von Munition für mögliche Anschläge beteiligt gewesen sein.
Ermittlungen zu geplanter Weitergabe von Munition
Nach dem Haftbefehl soll Kamel M. im August 2025 über einen weiteren Beschuldigten 300 scharfe Patronen an einen Mittelsmann weitergegeben haben. Dieser übergab die Munition kurz darauf an eine weitere Person zum Weitertransport. Nach Auffassung der Ermittler diente die Weitergabe der Vorbereitung möglicher Mordanschläge der Hamas auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und anderen europäischen Staaten.
Am 8. März 2026 durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamt die Wohnung des Beschuldigten in Berlin. Der Mann soll nach seiner Überstellung nach Deutschland dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheidet.




