Delmenhorst, 9. März 2026 (JPD) Die HERMA Train Components GmbH aus Delmenhorst hat die Sanierung in Eigenverwaltung begonnen, um das Unternehmen langfristig neu aufzustellen. Der Geschäftsbetrieb und die Fertigung laufen ohne Einschränkungen weiter, die Löhne und Gehälter der knapp 60 Mitarbeiter sind mindestens bis Ende April gesichert. Die Geschäftsführung arbeitet dabei eng mit den Sanierungsexperten Dr. Ludwig J. Weber und Michael Böhner von Schultze & Braun zusammen, während Dr. Malte Köster von KÖSTERBERNER als vorläufiger Sachwalter das Verfahren begleitet.
Sanierungsplan soll im Sommer vorliegen
HERMA Train Components besteht seit 1986 und produziert als zertifizierter Schweißfachbetrieb Komponenten für Schienenfahrzeuge aus Alu-, Niro-, Duplex- und Stahlblech. Ziel der Eigenverwaltung ist ein Sanierungsplan, der bis zum Sommer fertiggestellt werden soll und die Rückkehr zu einer aus dem laufenden Geschäft erwirtschafteten Gehaltszahlung ermöglicht. Kunden und Lieferanten, darunter namhafte Schienenfahrzeughersteller, unterstützen die Neuaufstellung.
Die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens ist auf die Folgen der COVID-Pandemie, massive Lieferkettenstörungen, Vorfinanzierungsdruck und steigende Rohstoff- sowie Energiekosten zurückzuführen. Trotz dieser Belastungen bewertet die Geschäftsführung das Geschäftsmodell als grundsätzlich intakt. Die Sanierung soll die Basis für langfristige Stabilität und neue Wachstumsimpulse schaffen.
HERMA Train Components deckt das gesamte Leistungsspektrum von Systemkomponenten über Baugruppen bis zu Einzelteilen für Unterflurbereiche, Klimatisierung und Innenausbau ab. Auf Wunsch unterstützt das Unternehmen auch bei Konzeption, Konstruktion oder Projektierung. Das Verfahren in Eigenverwaltung erlaubt der Geschäftsführung, selbst handlungsfähig zu bleiben, während ein gerichtlich bestellter Sachwalter die Sanierung überwacht.






