Karlsruhe, 27. Februar 2026 (JPD) Im vorläufigen Insolvenzverfahren der Kita-Betreiber Pro-Liberis gGmbH und Lenitas gGmbH haben Gespräche mit potenziellen Partnern begonnen. Die vorläufigen Insolvenzverwalter führen nach eigenen Angaben bereits Verhandlungen und streben eine Gesamtlösung für beide Gesellschaften an. Eine Zerschlagung in Einzelteile sei nicht geplant. Die Suche erfolge in enger Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss und den betroffenen Kommunen und bleibe für weitere Interessenten offen.
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist für den 1. April vorgesehen. Mit dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums Ende März sei dies ein formaler Schritt zur weiteren wirtschaftlichen Neuaufstellung. Der Restrukturierungsprozess werde voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen. Der operative Betrieb der Einrichtungen solle währenddessen unverändert fortgeführt werden.
Insolvenzverfahren und Fortführung des Kita-Betriebs
Nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwalter bleibt die Kinderbetreuung in allen Einrichtungen von Pro-Liberis und Lenitas gesichert. Auch die Arbeitsplätze der Beschäftigten sollen über den 1. April hinaus erhalten bleiben. Einschränkungen bei Umfang oder Qualität des Betreuungsangebots seien nicht vorgesehen, auch im Hinblick auf anstehende Neuverträge im Sommer.
Gehaltsrückstände bestehen den Angaben zufolge nicht mehr. Die Vergütung für Februar und März wird über das Insolvenzgeld in üblicher Höhe und zum regulären Zeitpunkt ausgezahlt; die Februar-Gehälter wurden bereits angewiesen. Ab April sollen die Gesellschaften die Löhne wieder selbst tragen.
Die in Karlsruhe ansässige Pro-Liberis gGmbH betreibt 20 Kindertagesstätten mit 907 genehmigten Plätzen und beschäftigt 447 Mitarbeitende. Die ebenfalls in Karlsruhe ansässige Lenitas gGmbH unterhält neun Kindertageseinrichtungen mit 452 Plätzen sowie weitere Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und beschäftigt 170 Mitarbeitende.






