
Wiesbaden, 27. Februar 2026 (JPD) Die Importpreise in Deutschland sind im Januar 2026 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) mitteilte, entsprach dies der Veränderungsrate vom Dezember 2025; im November hatte sie bei minus 1,9 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Einfuhrpreise um 1,1 Prozent und damit so stark wie zuletzt im Januar 2025.
Die Exportpreise lagen im Januar 2026 um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach einer Stagnation im Dezember und einem Plus von 0,3 Prozent im November. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Ausfuhrpreise um 0,9 Prozent; dies war der stärkste Anstieg seit August 2022.
Energiepreise prägen Entwicklung der Importpreise
Den größten Einfluss auf den Rückgang der Importpreise im Vorjahresvergleich hatte erneut die Energie mit einem Minus von 21,1 Prozent. Rohöl verbilligte sich um 24,5 Prozent, Erdgas um 23,1 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 16,8 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2025 zogen die Energiepreise jedoch um durchschnittlich 3,5 Prozent an, insbesondere für elektrischen Strom mit einem Plus von 16,6 Prozent.
Ohne Energie lagen die Importpreise um 0,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau und 1,0 Prozent über dem Vormonat. Lässt man lediglich Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, ergab sich ein Rückgang um 1,1 Prozent zum Vorjahr und ein Anstieg um 1,2 Prozent gegenüber Dezember 2025.
Auch landwirtschaftliche Güter, Konsum- und Investitionsgüter verbilligten sich im Jahresvergleich. Importierte Agrargüter kosteten 6,5 Prozent weniger als im Januar 2025, darunter Rohkakao mit minus 46,4 Prozent und lebende Schweine mit minus 26,5 Prozent. Dagegen verteuerten sich Geflügel und Eier um 15,2 Prozent. Konsumgüter waren insgesamt 2,7 Prozent günstiger, Investitionsgüter 0,5 Prozent. Vorleistungsgüter hingegen verteuerten sich um 2,8 Prozent, insbesondere Edelmetalle mit einem Plus von 65,2 Prozent.
Bei den Exportpreisen glichen höhere Preise für Vorleistungs- und Investitionsgüter die Rückgänge bei Konsumgütern, Energie und landwirtschaftlichen Gütern aus. Vorleistungsgüter verteuerten sich um 1,6 Prozent, Investitionsgüter um 0,4 Prozent. Energieexporte lagen 14,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, während die Preise landwirtschaftlicher Ausfuhren um 6,9 Prozent sanken.




