Energiepreise sorgen für starken Anstieg der Importpreise in Deutschland

Wiesbaden, 30. April 2026 (JPD) Die Außenhandelspreise in Deutschland sind im März 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Importpreise um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber Februar 2026 ergab sich ein Anstieg um 3,6 Prozent. Auch die Exportpreise erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,5 Prozent und im Monatsvergleich um 1,1 Prozent.

Energiepreise treiben Import- und Exportpreise deutlich nach oben

Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung der Importpreise hatten Vorleistungsgüter und Energie. Während Vorleistungsgüter im Vorjahresvergleich um 4,1 Prozent teurer wurden, stiegen die Energiepreise um 13,2 Prozent. Besonders stark fiel der Anstieg im Monatsvergleich aus, der für Energie deutlich über dem bisherigen Höchstniveau lag. Damit setzte sich die seit Monaten volatile Preisentwicklung im Energiesektor fort.

Bei den Energieimporten waren insbesondere Mineralölerzeugnisse, Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Strom betroffen. Im Vorjahresvergleich überwogen deutliche Preissteigerungen bei Mineralöl und Erdöl, während Erdgas und Steinkohle teils günstiger waren. Im Monatsvergleich wurden jedoch alle Energieträger teurer, darunter insbesondere Mineralölerzeugnisse und Flugturbinenkraftstoff. Ohne Energie lag der Importpreisindex moderat über dem Vorjahresniveau.

Auch bei den Exportpreisen wirkten sich insbesondere Vorleistungsgüter und Energie aus. Die Energieexporte verteuerten sich im Vorjahresvergleich deutlich, während insbesondere Mineralölerzeugnisse stark anstiegen. Landwirtschaftliche Produkte und Konsumgüter entwickelten sich hingegen teilweise rückläufig. Die Preisentwicklung im Außenhandel wird nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf Basis vertraglich vereinbarter Preise ohne Steuern und Zölle berechnet.

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