
München, 9. April 2026 (JPD) Jeder fünfte Selbständige in Deutschland plant für das Jahr 2026 höhere Investitionen. Nach einer Umfrage des ifo Institut beabsichtigen 21 Prozent der Befragten, ihre Ausgaben auszuweiten, nach 18,2 Prozent im November 2025. Die Investitionsbereitschaft nehme damit leicht zu, bleibe jedoch unter dem Niveau der Gesamtwirtschaft. Dort planen aktuell 28,4 Prozent der Unternehmen eine Ausweitung ihrer Investitionen.
Knapp die Hälfte der Soloselbständigen und Kleinstunternehmen will ihre Investitionen auf dem Vorjahresniveau halten. Gleichzeitig sank der Anteil derjenigen, die Kürzungen planen, von 36,3 auf 31,9 Prozent. Trotz dieser Entwicklung bleiben die Investitionspläne laut ifo hinter denen größerer Unternehmen zurück.
Geschäftsklima und Unsicherheit belasten Investitionsumfeld
Während sich die Investitionsbereitschaft moderat verbessert hat, verschlechterten sich die Geschäftserwartungen deutlich. Im März fiel der Erwartungssaldo von minus 15,1 auf minus 26,0 Punkte. Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ sank von minus 16,5 auf minus 20,8 Punkte. Zugleich nahm die Unsicherheit zu: 36,4 Prozent der Befragten gaben an, ihre künftige Geschäftsentwicklung schwer einschätzen zu können.
Die Finanzierungssituation zeigt dagegen eine gewisse Entspannung. Der Anteil der Selbständigen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, ging im Vergleich zum Vorquartal deutlich zurück. Dennoch bleibt die Nutzung von Kreditverhandlungen mit 10,5 Prozent gering und liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau der Gesamtwirtschaft.




