Reallöhne steigen 2025 um 1,9 Prozent

Wiesbaden, 27. Februar 2026 (JPD) Die Nominallöhne in Deutschland sind im Jahr 2025 um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 2,2 Prozent. Daraus ergibt sich ein Reallohnanstieg von 1,9 Prozent. Nach Rückgängen in den Jahren 2020 bis 2023 setzt sich damit der Aufwärtstrend der Reallöhne fort.

Der Reallohnindex erreichte 2025 einen Stand von 100 Punkten und näherte sich damit dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 mit 100,5 Punkten an. Die Indizes wurden rückwirkend auf das Basisjahr 2025 umgestellt. Rundungsbedingt können sich Abweichungen zu früheren Veröffentlichungen ergeben.

Deutliche Unterschiede zwischen Branchen und Einkommensgruppen

Nach Wirtschaftsabschnitten verzeichneten die Bereiche Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 5,7 Prozent, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen mit 5,3 Prozent sowie Erziehung und Unterricht mit 5,0 Prozent die stärksten Nominallohnzuwächse. Vergleichsweise gering fielen die Steigerungen im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden mit 2,8 Prozent sowie in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und im Verarbeitenden Gewerbe mit jeweils 3,3 Prozent aus.

Die Verdienste von Vollzeitbeschäftigten erhöhten sich im Jahresdurchschnitt um 4,3 Prozent. Frauen erzielten dabei mit 4,8 Prozent ein höheres Nominallohnwachstum als Männer mit 4,1 Prozent. Besonders stark profitierten erneut Geringverdienende: Im untersten Fünftel der Vollzeitbeschäftigten stiegen die Nominallöhne um durchschnittlich 6,0 Prozent, während das oberste Fünftel ein Plus von 3,7 Prozent verzeichnete.

Auszubildende erhielten 2025 mit 6,3 Prozent überdurchschnittliche Zuwächse. Geringfügig Beschäftigte kamen hingegen lediglich auf einen Anstieg von 0,5 Prozent.

Auch im vierten Quartal 2025 setzte sich die positive Reallohnentwicklung fort. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Reallöhne um 1,9 Prozent, getragen von einem Nominallohnplus von 4,1 Prozent bei einem Verbraucherpreisanstieg von 2,2 Prozent. Überdurchschnittliche Zuwächse meldete Destatis unter anderem für das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 8,1 Prozent sowie für Erziehung und Unterricht und Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.

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