Bamberg, 14. April 2026 (JPD) Die Bierothek aus Bamberg hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Bamberg hat daraufhin für die Bierothek GmbH sowie die Bierothek Marketplace GmbH jeweils eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und entsprechende Verwalter bestellt.
Mit der Umsetzung der Verfahren wurden die PLUTA-Sanierungsexperten Peter Roeger und Holger Christian Buehler beauftragt. Beide Verwalter haben unmittelbar nach ihrer Bestellung mit ihren Teams die wirtschaftliche Lage der Gesellschaften analysiert und sich einen ersten Überblick über die finanzielle Situation verschafft. Der Geschäftsbetrieb der beiden Unternehmen wird währenddessen uneingeschränkt fortgeführt.
Insolvenzverfahren der Bierothek: Analyse und Fortführung des Geschäftsbetriebs
Im Mittelpunkt der aktuellen Maßnahmen stehen die Sicherung der Liquidität, die Bewertung der wirtschaftlichen Lage sowie die Prüfung möglicher Fortführungs- und Sanierungsoptionen. Parallel führen die vorläufigen Insolvenzverwalter Gespräche mit Kunden, Lieferanten und weiteren Geschäftspartnern, um die Grundlage für eine stabile Betriebsfortführung zu sichern. Nach Angaben der Geschäftsführung sind Liquiditätsschwierigkeiten infolge rückläufiger Umsätze und notwendiger Anpassungen im Geschäftsmodell Auslöser des Insolvenzantrags.
Die Gehälter der 19 Beschäftigten sind für einen Zeitraum von drei Monaten über das Insolvenzgeld abgesichert. Die laufenden Bestellungen im Online-Shop werden weiterhin bearbeitet, auch der Marketplace bleibt aktiv. „Der Geschäftsbetrieb läuft aktuell weiter“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Roeger. Ziel sei es, die operative Tätigkeit stabil fortzuführen.
Holger Christian Buehler erklärte, es werde eine tragfähige Zukunftsperspektive für das Unternehmen angestrebt. Dazu würden sämtliche Optionen geprüft, um eine Lösung im Interesse der Gesellschaft, der Kunden und der Gläubiger zu erreichen. Die Bierothek betreibt einen Online-Marktplatz für Bierspezialitäten sowie einen Omnichannel-Handel und fungiert als digitale Plattform zwischen Brauereien, Händlern und Endkunden. Die vier stationären Franchise-Filialen sind vom Insolvenzverfahren nicht betroffen.






