Öffentliche Verschuldung steigt 2025 auf 2,66 Billionen Euro

Wiesbaden, 9. April 2026 (JPD) Die öffentliche Verschuldung in Deutschland ist zum Ende des vierten Quartals 2025 auf 2.661,5 Milliarden Euro gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistisches Bundesamt entspricht dies einem Anstieg um 1,9 Prozent oder 50,8 Milliarden Euro gegenüber dem Vorquartal. Im Jahresvergleich erhöhte sich der Schuldenstand um 6,0 Prozent beziehungsweise 151,0 Milliarden Euro. Zum öffentlichen Gesamthaushalt zählen Bund, Länder, Gemeinden sowie die Sozialversicherung einschließlich Extrahaushalte.

Der Bund verzeichnete einen Schuldenanstieg um 1,8 Prozent auf 1.840,6 Milliarden Euro. Treiber waren insbesondere die Sondervermögen, darunter das „Sondervermögen Bundeswehr“, dessen Verschuldung deutlich zunahm. Auch das neu eingerichtete Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität nahm im vierten Quartal erstmals Kredite auf und erreichte einen Schuldenstand von 24,3 Milliarden Euro.

Schuldenanstieg bei Ländern und Kommunen

Die Länder erhöhten ihre Verschuldung um 1,4 Prozent auf 624,6 Milliarden Euro. Besonders starke Zuwächse verzeichneten Hamburg, Bremen und Bayern, während Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt Rückgänge meldeten. In Hamburg wurde der Anstieg vor allem durch die Einbeziehung eines neuen Extrahaushalts in den Schuldenstand verursacht.

Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden fiel der Zuwachs mit 5,3 Prozent auf 196,3 Milliarden Euro am stärksten aus. Hintergrund ist insbesondere der Abbau kommunaler Rücklagen, der vielerorts neue Kreditaufnahmen erforderlich machte. Rückgänge wurden lediglich für Thüringen und das Saarland gemeldet, letzteres unter anderem infolge von Schuldübernahmen durch das Land.

Die Verschuldung der Sozialversicherung ging hingegen leicht zurück und lag zuletzt bei 9,4 Millionen Euro.

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