Wiesbaden, 6. Januar 2026 (JPD) – Die Inflationsrate in Deutschland hat sich zum Jahresende 2025 weiter abgeschwächt. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Verbraucherpreisindex im Dezember 2025 um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber November 2025 blieben die Verbraucherpreise unverändert, was auf eine vorübergehende Stabilisierung der Preisentwicklung hindeutet.

Im Jahresdurchschnitt 2025 stiegen die Verbraucherpreise nach den bisherigen Berechnungen um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die durchschnittliche Inflationsrate über dem Dezemberwert, was auf stärkere Preissteigerungen im Verlauf des Jahres schließen lässt. Die Inflationsrate ohne die besonders schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, belief sich im Dezember 2025 auf voraussichtlich 2,4 Prozent.

Harmonisierter Verbraucherpreisindex leicht höher

Auch der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für europäische Vergleichszwecke herangezogen wird, zeigte zum Jahresende eine moderate Teuerung. Im Dezember 2025 lag der HVPI nach vorläufigen Daten um 2,0 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,2 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2025 erreichte der harmonisierte Verbraucherpreisindex einen Zuwachs von 2,3 Prozent gegenüber 2024. Damit lag die nach europäischer Methodik berechnete Inflationsrate leicht über dem nationalen Verbraucherpreisindex. Die endgültigen Ergebnisse werden nach Abschluss der statistischen Auswertungen erwartet.

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