
Wiesbaden, 9. Januar 2026 (JPD) – Die Produktion im Produzierenden Gewerbe in Deutschland hat im November 2025 erneut zugelegt. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die preisbereinigte Erzeugung gegenüber Oktober saison- und kalenderbereinigt um 0,8 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich ein Zuwachs von 0,8 Prozent, was auf eine vorsichtige Stabilisierung der industriellen Entwicklung hindeutet.
Bereits im Oktober hatte sich die Produktion spürbar erholt. Nach einer Revision der vorläufigen Daten erhöhte Destatis den Zuwachs gegenüber September auf 2,0 Prozent. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lag die Produktion von September bis November 2025 um 0,7 Prozent über dem Niveau der drei Monate zuvor.
Automobilindustrie sorgt für kräftige Impulse
Getragen wurde der Produktionsanstieg im November vor allem von der Automobilindustrie. In diesem Bereich stieg die Produktion gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 7,8 Prozent. Auch der Maschinenbau verzeichnete mit einem Plus von 3,2 Prozent einen deutlichen Zuwachs, während die Maschinenwartung und -montage um 10,5 Prozent zulegte.
Dämpfend wirkte hingegen die Entwicklung in der Energieerzeugung, die im November um 7,8 Prozent zurückging. Insgesamt erhöhte sich die Industrieproduktion ohne Energie und Baugewerbe im Monatsvergleich um 2,1 Prozent. Dabei stieg die Erzeugung von Investitionsgütern um 4,9 Prozent, während die Produktion von Vorleistungs- und Konsumgütern um 0,8 beziehungsweise 0,3 Prozent sank. Die Bauproduktion ging um 0,8 Prozent zurück.
Im Jahresvergleich legte die Industrieproduktion im November kalenderbereinigt um 1,3 Prozent zu. Dem stand ein anhaltender Rückgang in den energieintensiven Industriezweigen gegenüber, deren Produktion im Monatsvergleich um 1,5 Prozent sank. Gegenüber November 2024 lag sie kalenderbereinigt um 3,3 Prozent niedriger.
Auf Jahressicht blieb die Entwicklung im Produzierenden Gewerbe jedoch verhalten. Von Januar bis November 2025 lag die Produktion kalenderbereinigt um 1,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Rückgänge verzeichneten insbesondere die Industrie und das Baugewerbe, während die Energieerzeugung zulegte. Nach einem längeren Abwärtstrend in den Jahren 2023 und 2024 deuteten die Produktionszuwächse im Oktober und November 2025 jedoch auf eine beginnende Erholung hin.