München, 7. Januar 2026 (PM) – Im dritten Quartal 2025 hat die Wirtschaftsleistung in der Hälfte der deutschen Bundesländer im Vergleich zum Vorquartal abgenommen. Dies ergaben neue Berechnungen des ifo Instituts. Den stärksten Rückgang verzeichnete das Saarland mit minus 0,6 Prozent, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein (jeweils minus 0,4 Prozent). „Die Industrie befindet sich weiterhin in einer Krise und der Strukturwandel belastet manche Bundesländer stärker als andere“, sagt ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. „In einigen Bundesländern gleichen jedoch Zuwächse bei Dienstleistern die konjunkturelle Schwäche der Industrie aus.“

So wuchs die Wirtschaft in Hamburg im dritten Quartal um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, in Niedersachsen um 0,2 Prozent und in Sachsen um 0,1 Prozent. In Baden-Württemberg (plus 0,2 Prozent) und Bayern (plus 0,5 Prozent) legte die Wirtschaftsleistung zwar zu, für das Gesamtjahr 2025 wird die Wirtschaft jedoch vermutlich schrumpfen. „Im Süden der Republik machen sich vor allem die von der US-Regierung verhängten Zölle bemerkbar. Diese belasten die ohnehin angeschlagene Industrie zusätzlich“, sagt Lehmann. Doch es gibt auch Lichtblicke: Zwar sank in Berlin (minus 0,2 Prozent) die Wirtschaftsleistung und in Mecklenburg-Vorpommern (plus 0,1 Prozent) bzw. Bremen (plus 0,2 Prozent) nahm sie nur schwach zu, so befanden sich diese drei Bundesländer im Jahr 2025 insgesamt auf Wachstumskurs. Die konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Bundesländern verläuft recht unterschiedlich, was vornehmlich an der regionalen Wirtschaftsstruktur und der wirtschaftlichen Verflechtung mit dem Ausland hängt.

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