München, 31. März 2026 (PM) – Rund 90 Prozent der Industrieunternehmen erwarten, dass der Iran-Krieg ihre Geschäfte beeinträchtigt. Das ergab eine aktuelle Umfrage im Rahmen der monatlichen ifo Konjunkturumfrage. Nur 9 Prozent sehen sich derzeit nicht betroffen. „Der Konflikt trifft die Industrie unmittelbar, sorgt aber vor allem für große Unsicherheit“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Viele Firmen stellen sich auf zusätzliche Belastungen in den kommenden Monaten ein.“
Zur Begründung nennen mit 78 Prozent die meisten Industrieunternehmen gestiegene Energiepreise. 36 Prozent nannten jeweils Einschränkungen bei Schifffahrtswegen und Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten und Rohstoffen. Eine Beeinträchtigung des Luftfrachtverkehrs befürchten 16 Prozent der Unternehmen. Rund ein Viertel (24 Prozent) erwartet eine abnehmende Nachfrage auf wichtigen Exportmärkten.
Darüber hinaus sehen viele Unternehmen finanzielle Risiken, etwa durch unsichere Fracht- und Logistikkosten, steigende Versicherungsprämien oder erhöhte Zahlungsrisiken. „Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs bereits jetzt abzeichnen und sich über verschiedene Kanäle noch verstärken könnten“, so Wohlrabe. „Je länger die Unsicherheit anhält, desto größer werden die wirtschaftlichen Probleme für die Unternehmen.“
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