
München, 23. Februar 2026 (JPD) – Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar spürbar verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex des ifo Institut stieg auf 88,6 Punkte, nach 87,6 Zählern im Januar. Sowohl die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen günstiger aus. Damit mehren sich Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung.
Im Verarbeitenden Gewerbe legte der Index erneut zu. Ausschlaggebend waren deutlich bessere Bewertungen der aktuellen Geschäftslage. Zwar trübten sich die Erwartungen leicht ein, zugleich entwickelte sich die Auftragslage positiv, und die Unternehmen hoben ihre Produktionspläne an. Dies deutet auf eine vorsichtige Erholung in der Industrie hin.
Dienstleistungssektor und Bau mit Auftrieb – Handel uneinheitlich
Im Dienstleistungssektor verbesserte sich das Geschäftsklima ebenfalls. Insbesondere die Erwartungen hellten sich auf, zugleich bewerteten die Unternehmen ihre laufenden Geschäfte günstiger als im Vormonat. In der Logistik fiel der Anstieg des Geschäftsklimaindikators besonders deutlich aus.
Im Handel zeigte sich ein differenziertes Bild. Während der Großhandel leichte Aufwärtstendenzen verzeichnete, trübte sich die Stimmung im Einzelhandel merklich ein. Insgesamt gab der Index im Handel geringfügig nach. Die aktuelle Lage wurde etwas schlechter beurteilt, der Ausblick auf die kommenden Monate jedoch leicht nach oben korrigiert.
Im Bauhauptgewerbe setzte sich die Erholung fort. Sowohl die Einschätzungen zur aktuellen Lage als auch die Erwartungen verbesserten sich. Die Auftragslage entwickelt sich allerdings weiterhin nur langsam, was auf eine schrittweise Stabilisierung hindeutet.
Mit dem Anstieg des ifo Geschäftsklimaindex verdichten sich die Hinweise auf eine beginnende Belebung der deutschen Wirtschaft, auch wenn die Entwicklung in einzelnen Branchen weiterhin uneinheitlich bleibt.




