
München, 26. März 2026 (JPD) Die Erwartungen der deutschen Exportwirtschaft haben sich im März deutlich eingetrübt. Der vom ifo Institut erhobene Indikator fiel auf minus 0,9 Punkte, nachdem er im Februar noch bei plus 2,7 Punkten gelegen hatte. Als wesentlichen Grund nennt das Institut die gestiegene Unsicherheit infolge des Kriegs im Iran. Viele Unternehmen rechneten mit einer nachlassenden Nachfrage in zentralen Auslandsmärkten.
Iran-Konflikt belastet Exporterwartungen der Industrie
Nach Angaben des ifo Instituts zeigen sich die Auswirkungen der geopolitischen Lage branchenübergreifend, wenn auch mit unterschiedlichen Ausprägungen. Während die Automobilindustrie einen deutlichen Anstieg ihrer Exporterwartungen verzeichnet und den höchsten Wert seit Juni 2020 erreicht, gehen auch die Möbel-, Elektronik- und Getränkehersteller von steigenden Auslandsumsätzen aus. Dagegen bleibt die Dynamik im Maschinenbau sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung verhalten.
Mit rückläufigen Exporten rechnen weiterhin das Papiergewerbe, die Druckindustrie und die chemische Industrie. Die weitere Entwicklung der Exporttätigkeit sei maßgeblich vom Fortgang des Konflikts abhängig, teilte das Institut mit. Die Unsicherheit über die geopolitische Lage dürfte damit ein zentraler Einflussfaktor für die kommenden Monate bleiben.






