Deutschland bleibt bei seltenen Erden stark von China abhängig

Wiesbaden, 14. April 2026 (JPD) Deutschland hat im Jahr 2025 mehr seltene Erden importiert und bleibt dabei in erheblichem Maße von China abhängig. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilte, stieg die Importmenge um 4,9 Prozent auf 5.500 Tonnen im Wert von 77,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren 5.200 Tonnen im Wert von 64,5 Millionen Euro eingeführt worden. Seltene Erden sind zentrale Rohstoffe für Hochtechnologien wie Akkus, Halbleiter und Elektromotoren.

Hohe Importabhängigkeit von China bei seltenen Erden

Mit einem Anteil von 55,4 Prozent blieb China 2025 wichtigster Lieferant für Deutschland, auch wenn der Anteil gegenüber 65,4 Prozent im Jahr 2024 zurückging. Zweitwichtigstes Herkunftsland war Österreich mit 20,0 Prozent, gefolgt von Estland mit 10,9 Prozent. In beiden Ländern erfolgt vor allem die Weiterverarbeitung, sodass die ursprüngliche Herkunft der Rohstoffe statistisch nicht vollständig nachvollzogen werden kann.

Trotz des Anstiegs liegt die Importmenge weiterhin deutlich unter dem Höchststand von 9.700 Tonnen im Jahr 2018. Auch auf europäischer Ebene zeigt sich eine vergleichbare Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen.

Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat importierte die Europäische Union 2025 insgesamt 15.100 Tonnen seltener Erden im Wert von 124,9 Millionen Euro. Davon entfielen 46,8 Prozent auf China, gefolgt von Russland mit 25,9 Prozent und Malaysia mit 23,1 Prozent. Bei einzelnen Stoffen wie Lanthanverbindungen lag der Anteil Chinas mit 97,3 Prozent besonders hoch.

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