Deutsche Exporte sinken im Januar – Außenhandelsüberschuss steigt auf 21,2 Milliarden Euro

Wiesbaden, 10. März 2026 (JPD) Deutschlands Außenhandel ist zu Beginn des Jahres rückläufig gewesen. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilte, sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 2,3 Prozent auf 130,5 Milliarden Euro. Die Importe gingen im selben Zeitraum um 5,9 Prozent auf 109,2 Milliarden Euro zurück. Im Vergleich zum Januar 2025 stiegen die Ausfuhren leicht um 0,6 Prozent, während die Einfuhren um 4,0 Prozent abnahmen.

Der Außenhandelssaldo belief sich im Januar kalender- und saisonbereinigt auf einen Überschuss von 21,2 Milliarden Euro. Im Dezember 2025 hatte er noch bei 17,4 Milliarden Euro gelegen, im Januar 2025 bei 15,9 Milliarden Euro.

Rückgang im Handel mit EU-Staaten – Zuwachs bei Exporten in Drittstaaten

Der Handel mit den Mitgliedstaaten der Europäische Union ging im Januar spürbar zurück. Die Exporte in EU-Staaten sanken um 4,8 Prozent auf 71,6 Milliarden Euro, die Importe von dort um 6,5 Prozent auf 55,6 Milliarden Euro. In die Länder der Eurozone wurden Waren im Wert von 50,1 Milliarden Euro exportiert, ein Rückgang von 5,7 Prozent, während die Einfuhren aus diesen Staaten um 5,9 Prozent auf 37,6 Milliarden Euro zurückgingen.

In Staaten außerhalb der EU stiegen die Exporte hingegen leicht um 1,0 Prozent auf 58,8 Milliarden Euro. Die Importe aus diesen sogenannten Drittstaaten gingen um 5,3 Prozent auf 53,6 Milliarden Euro zurück. Wichtigster Abnehmer deutscher Waren waren erneut die Vereinigte Staaten mit Exporten im Wert von 13,2 Milliarden Euro, ein Plus von 11,7 Prozent gegenüber Dezember.

Die Ausfuhren in das Vereinigtes Königreich sanken um 2,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Deutlich stärker fiel der Rückgang bei Exporten in die Volksrepublik China aus, die um 13,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zurückgingen. Gleichzeitig blieb China wichtigstes Herkunftsland deutscher Importe mit einem Warenwert von 14,2 Milliarden Euro, obwohl die Einfuhren von dort um 8,3 Prozent sanken.

Der Handel mit der Russische Föderation blieb weiterhin gering. Die Exporte dorthin lagen im Januar bei 0,5 Milliarden Euro und damit 8,3 Prozent unter dem Vormonat sowie 15,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Importe aus Russland sanken im Monatsvergleich um 20,0 Prozent auf 0,1 Milliarden Euro.

Auch in den nicht kalender- und saisonbereinigten Zahlen zeigte sich ein Rückgang. Nominal wurden Waren im Wert von 121,7 Milliarden Euro exportiert und 105,1 Milliarden Euro importiert. Der Außenhandelsüberschuss betrug in dieser Rechnung 16,6 Milliarden Euro nach 12,8 Milliarden Euro im Januar 2025.

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