
Wiesbaden, 20. Februar 2026 (JPD) – Die Volksrepublik China ist im Jahr 2025 erneut Deutschlands wichtigster Handelspartner gewesen und hat damit die Vereinigten Staaten von Platz eins verdrängt. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) mitteilte, erreichte der Außenhandelsumsatz mit China – die Summe aus Exporten und Importen – 251,8 Milliarden Euro. Der Warenverkehr mit den USA belief sich auf 240,5 Milliarden Euro, nachdem die Vereinigten Staaten 2024 noch Rang eins eingenommen hatten.
Der Handel mit China stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent, während der Außenhandel mit den USA um 5,0 Prozent zurückging. Ausschlaggebend waren insbesondere wachsende Importe aus China sowie sinkende Exporte in die Vereinigten Staaten. Auf Rang drei der wichtigsten Handelspartner folgten die Niederlande mit einem Gesamtumsatz von 209,1 Milliarden Euro.
Außenhandel 2025: Steigende Importe aus China, rückläufige Exporte in die USA
China blieb 2025 mit deutlichem Abstand wichtigstes Lieferland für deutsche Importe. Waren im Wert von 170,6 Milliarden Euro wurden aus der Volksrepublik eingeführt, ein Anstieg von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem standen Exporte nach China in Höhe von 81,3 Milliarden Euro gegenüber, was einem Rückgang von 9,7 Prozent entspricht. Der Importüberschuss im Handel mit China weitete sich dadurch auf 89,3 Milliarden Euro aus, nach 66,9 Milliarden Euro im Jahr 2024.
Den größten Anteil an den Importen aus China hatten Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse, gefolgt von elektrischen Ausrüstungen und Maschinen. Nach China lagen die Niederlande und die USA auf den weiteren Plätzen der wichtigsten Lieferländer.
Die Vereinigten Staaten blieben trotz rückläufiger Ausfuhren wichtigstes Empfängerland deutscher Exporte. Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro wurden 2025 dorthin geliefert, ein Minus von 9,4 Prozent. Besonders deutlich gingen die Exporte von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zurück, die um 17,8 Prozent sanken. Pharmazeutische Erzeugnisse verzeichneten hingegen ein leichtes Plus. Der deutsche Exportüberschuss im Handel mit den USA verringerte sich auf 51,9 Milliarden Euro, nachdem er im Vorjahr noch 69,6 Milliarden Euro betragen hatte.
Frankreich und die Niederlande folgten auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten Abnehmerländer deutscher Waren. Insgesamt exportierte Deutschland im Jahr 2025 Waren im Wert von 1.563,0 Milliarden Euro und importierte Güter im Wert von 1.362,5 Milliarden Euro. Während die Exporte um 0,9 Prozent zunahmen, stiegen die Importe um 4,3 Prozent. Der Exportüberschuss der Außenhandelsbilanz sank damit auf 200,5 Milliarden Euro und lag um 42,4 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert.
Mit der Verschiebung an der Spitze der Handelspartner und dem deutlich gesunkenen Außenhandelsüberschuss markiert das Jahr 2025 eine spürbare Veränderung in der Struktur des deutschen Außenhandels.




