
Bonn, 10. März 2026 (JPD) Das Bundeskartellamt hat die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens der Nammo Raufoss AS, Norwegen, und der Diehl Defence GmbH & Co. KG für die Produktion von 155-mm-Artilleriemunition freigegeben. Beide Unternehmen haben gemeinsam eine Ausschreibung der Bundeswehr für die Lieferung entsprechender Munition gewonnen. Nammo bringt die Entwicklung und geistige Eigentumsrechte ein, Diehl errichtet die Produktionsanlage in Deutschland und übernimmt die Fertigung.
Gemeinschaftsunternehmen stärkt Wettbewerb und Versorgung
Das Kartellamt betonte, dass Diehl den Auftrag allein nicht hätte erfüllen können und Nammo ohne deutsches Partnerunternehmen keine realistische Produktionsbasis in Deutschland gehabt hätte. Durch die Kooperation werde der Wettbewerb nicht eingeschränkt, sondern ein leistungsfähiger Wettbewerber geschaffen. Die langfristige Produktion soll die Versorgungssicherheit der Bundeswehr und verbündeter Staaten gewährleisten. Neben der Bundeswehr dürfen auch andere Staaten Munition aus dem Gemeinschaftsprojekt beziehen.


