
Wiesbaden, 25. Februar 2026 (JPD) Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2025 um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Nominal erhöhte sich das Volumen um 9,2 Prozent auf 113,0 Milliarden Euro, wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) mitteilte. Damit verzeichnete die Branche einen deutlichen Zuwachs bei den Bauaufträgen.
Bauhauptgewerbe 2025 mit Rekord bei Auftragseingang und Umsatz
Im Hochbau lagen die Auftragseingänge real 7,5 Prozent und nominal 10,1 Prozent über dem Vorjahreswert; erstmals seit 2021 wurde hier wieder ein Anstieg registriert. Der Wohnungsbau wuchs ausgehend von einem niedrigen Niveau real um 10,1 Prozent und damit stärker als der Nichtwohnungsbau mit 5,8 Prozent. Der Tiefbau übertraf den bisherigen Höchststand aus dem Vorjahr real um 6,2 Prozent. Maßgeblich für das Rekordergebnis waren Großaufträge, insbesondere bei der Sanierung von Bahnstrecken und dem Ausbau digitaler Infrastruktur.
Im Dezember 2025 sank der reale, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang gegenüber November um 4,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich kalenderbereinigt ein reales Plus von 3,1 Prozent, nominal betrug der Zuwachs 7,8 Prozent.
Der reale Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe stieg 2025 um 2,4 Prozent und damit erstmals seit 2020 wieder an. Nominal erreichte er mit 120,5 Milliarden Euro einen Höchststand von plus 5,0 Prozent. Während der Hochbau real leicht um 0,8 Prozent zurückging, legte der Tiefbau real um 5,8 Prozent zu.
Erfasst wurden rund 9.500 Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen, ein Anstieg von 0,5 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im Jahresdurchschnitt um 1,1 Prozent auf 540.000. Die Entgelte stiegen nominal um 5,8 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro, die geleisteten Arbeitsstunden sanken leicht um 0,3 Prozent auf 612 Millionen.




