
Wiesbaden, 16. Januar 2026 (JPD) – Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland hat sich im Jahr 2025 spürbar erholt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, wurden von Januar bis November insgesamt 215.500 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das entspricht einem Anstieg um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom Neubau, während der Umbau bestehender Gebäude moderat zulegte.
Allein im November 2025 genehmigten die Bauaufsichtsbehörden den Bau von 20.100 Wohnungen. Das waren 12,5 Prozent mehr als im November 2024. Davon entfielen 16.300 Genehmigungen auf Neubauwohnungen, was einem Plus von 12,4 Prozent entspricht. Weitere 3.800 Wohnungen entstanden rechnerisch durch Umbauten im Bestand, hier lag der Zuwachs bei 12,6 Prozent.
Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern
Im Zeitraum von Januar bis November 2025 wurden in neu zu errichtenden Wohngebäuden insgesamt 175.200 Wohnungen genehmigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 13,9 Prozent. Besonders stark entwickelte sich der Bau von Einfamilienhäusern: Die Zahl der genehmigten Wohnungen stieg um 17,0 Prozent auf 40.700. Bei Zweifamilienhäusern ging die Genehmigungszahl dagegen leicht um 1,6 Prozent auf 11.500 Wohnungen zurück.
Den größten Anteil stellten weiterhin Mehrfamilienhäuser. In dieser Gebäudeart genehmigten die Behörden 114.800 Neubauwohnungen und damit 13,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2024. Auch Wohnheime verzeichneten einen deutlichen Anstieg: Mit 8.200 genehmigten Wohnungen lag das Plus bei 32,9 Prozent. Dagegen sank die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden wie etwa über Gewerbeflächen um 15,7 Prozent auf 3.500.
Zusätzlich wurden von Januar bis November 2025 als Umbaumaßnahmen in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden 36.800 Wohnungen genehmigt. Das waren 3,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt zeigt sich damit, dass die Dynamik bei den Baugenehmigungen 2025 vor allem vom klassischen Wohnungsneubau getragen wurde, während andere Segmente schwächer blieben.