
Wiesbaden, 8. April 2026 (JPD) Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Februar 2026 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Ohne Großaufträge fiel der Zuwachs mit 3,5 % deutlich stärker aus. Im Dreimonatsvergleich von Dezember 2025 bis Februar 2026 lag der Auftragseingang um 2,0 % über dem Niveau der vorangegangenen drei Monate, ohne Großaufträge ergab sich hingegen ein Rückgang um 0,8 %. Für Januar 2026 wurde der kräftige Rückgang von 11,1 % gegenüber Dezember nach Revision bestätigt.
Auslandsnachfrage stützt Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
Die Entwicklung im Februar wurde maßgeblich durch Zuwächse in einzelnen Branchen getragen. Insbesondere die Automobilindustrie verzeichnete einen Anstieg von 3,8 %, während die Textilindustrie mit einem Plus von 45,2 % sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 3,7 % ebenfalls beitrugen. Dämpfend wirkte dagegen der deutliche Rückgang im Sonstigen Fahrzeugbau um 25,9 %.
Nach Gütergruppen stiegen die Auftragseingänge bei Konsumgütern um 4,5 %, bei Vorleistungsgütern um 1,4 % und bei Investitionsgütern um 0,2 %. Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: Die Auslandsaufträge nahmen insgesamt um 4,7 % zu, darunter Aufträge aus der Eurozone um 6,7 % und aus dem Nicht-Euroraum um 3,5 %. Demgegenüber gingen die Inlandsaufträge um 4,4 % zurück.
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag im Februar 2026 saison- und kalenderbereinigt 0,5 % unter dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich ein kalenderbereinigtes Plus von 0,4 %. Für Januar wurde nach Revision ein Umsatzanstieg von 0,7 % gegenüber Dezember festgestellt.




