
Berlin, 12. Februar 2026 (JPD) – Schloss Meseberg in Brandenburg wird ab 2027 nicht mehr als Gästehaus der Bundesregierung genutzt. Wie Regierungssprecher Stefan Kornelius mitteilte, hat das Bundeskanzleramt mit der Messerschmitt-Stiftung vereinbart, den seit rund 20 Jahren bestehenden Nutzungsvertrag auslaufen zu lassen. Die Stiftung hatte das Schloss der Bundesregierung seit 2007 zu einem symbolischen Preis von einem Euro vermietet.
Schloss Meseberg diente über Jahre hinweg als Ort für Staats- und Regierungstreffen. Bundeskanzlerinnen und Bundeskanzler empfingen dort internationale Gäste und nutzten die Anlage für hochrangige Gespräche. In den vergangenen Jahren sei die Nutzung jedoch deutlich zurückgegangen, insbesondere wegen veränderter Besuchsformate und einer gestiegenen Termindichte im politischen Betrieb.
Hinzu komme nach Angaben des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung die vergleichsweise große Entfernung zum Berliner Regierungsviertel. Dadurch habe sich das Schloss zuletzt nur noch selten für kurzfristige oder eng getaktete Termine geeignet. Die mit Betrieb, Unterhalt und Sicherung verbundenen Aufwendungen stünden daher nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zum praktischen Nutzen als repräsentativer Veranstaltungsort.
Bundeskanzleramt setzt künftig auf andere Veranstaltungsorte
Vor diesem Hintergrund entschied das Bundeskanzleramt, den Vertrag mit der Messerschmitt-Stiftung im Januar 2027 auslaufen zu lassen. Mit dem Ende der Nutzung entfallen künftig die Kosten für Betrieb, Unterhalt und Sicherung der Liegenschaft, die bislang vom Bundeskanzleramt getragen wurden. Hochrangige Veranstaltungsformate sollen künftig an wechselnden, dem Anlass entsprechenden Orten stattfinden.
Zudem ist vorgesehen, nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus des Bundeskanzleramtes voraussichtlich Ende 2028 einen neuen Veranstaltungsbereich in Berlin zu nutzen. Die Kosten für punktuelle Anmietungen externer Veranstaltungsorte sollen nach Angaben der Bundesregierung deutlich unter den bisherigen jährlichen Gesamtausgaben für Schloss Meseberg liegen.
Die Bundesregierung dankte der Messerschmitt-Stiftung für die langjährige Überlassung des Schlosses und die Zusammenarbeit über zwei Jahrzehnte hinweg. Schloss Meseberg bleibe aufgrund der bisherigen Erfahrungen ein attraktiver Ort für künftige Veranstaltungen außerhalb der Nutzung als offizielles Gästehaus der Bundesregierung.






