
Dresden, 9. April 2026 (JPD) Nach einer gerichtlichen Mediation beim Verwaltungsgericht Dresden konnten zwei anhängige Klagen von Anwohnern gegen Genehmigungen des Stahlwerks Riesa einvernehmlich durch einen Vergleich beendet werden (Az. 3 K 3806/14 und 3 K 2306/19). Der Vergleich wurde am 7. April 2026 geschlossen und soll die Grundlage für ein konstruktives Miteinander und die Vermeidung künftiger Rechtsstreitigkeiten legen.
Die Kläger, teils organisiert im Bürgerverein Riesa 2018 e.V., hatten Widersprüche und Klagen gegen immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigungen des Unternehmens FERALPI STAHL erhoben. Sie sahen unzureichenden Schutz vor Lärm- und Luftschadstoffen. In mehreren Gesprächsterminen unter Moderation speziell geschulter Mediatorinnen des Gerichts konnten nun Regelungen zur Messung und Kontrolle der Immissionen vereinbart werden.
FERALPI STAHL setzt bereits weiterentwickelte Techniken und Umweltschutzmaßnahmen ein. Künftig werden die laufenden Immissionsmessungen im Werkumfeld fortgeführt, eine temporäre Dauermessstelle zur Lärmbewertung eingerichtet und ein Meldemechanismus für Geruchswahrnehmungen in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Riesa betrieben. Zudem sollen Chrombelastungen im Staub untersucht werden. Regelmäßiger Austausch zwischen allen Beteiligten soll Transparenz und Vertrauen sichern.




