
Oldenburg, 19. März 2026 (JPD) Die Gerichte im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg haben im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg der Verfahrenseingänge verzeichnet. Insgesamt gingen rund 74.157 Verfahren ein und damit etwa 3.200 mehr als im Vorjahr. Besonders Zivil- und Familiensachen nahmen zu, während die Zahl der Strafverfahren weitgehend konstant blieb.
Zivilverfahren legen deutlich zu
Die Zahl der Neueingänge in Zivilsachen stieg im Bezirk auf 29.298 Verfahren nach 26.584 im Jahr 2024. Auch die Familiensachen erhöhten sich auf 18.594 Verfahren gegenüber 18.079 im Vorjahr. Mit 26.265 Strafverfahren blieb das Aufkommen nahezu unverändert. Damit entfielen 40 Prozent aller Verfahren auf Zivilsachen, 35 Prozent auf Strafsachen und 25 Prozent auf Familiensachen.
Am Oberlandesgericht selbst wurden 2025 insgesamt 2.089 Verfahren neu eingeleitet, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dabei nahmen Zivil- und Familiensachen moderat zu, während die Strafverfahren zurückgingen. Den Eingängen standen 1.994 Erledigungen gegenüber.
Die durchschnittliche Verfahrensdauer in Zivilsachen sank am Oberlandesgericht deutlich auf 9,1 Monate nach zuvor 13 Monaten. Hintergrund waren im Vorjahr noch ausstehende Leitentscheidungen in sogenannten Dieselverfahren. In Strafsachen betrug die durchschnittliche Dauer 0,8 Monate, in Familiensachen 3,6 Monate.
Der OLG-Bezirk umfasst neben dem Oberlandesgericht die Landgerichte Aurich, Oldenburg und Osnabrück sowie 23 Amtsgerichte.




