
Nürnberg, 2. Januar 2026 (JPD) – Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth beginnt am 9. Januar 2026 der Strafprozess wegen eines tödlichen Messerangriffs auf einem Kulturfest in Parsberg. Die 5. Strafkammer als Schwurgericht verhandelt gegen einen Angeklagten, dem die Staatsanwaltschaft Mord vorwirft. Die Hauptverhandlung startet um 9.00 Uhr im Strafjustizzentrum in Nürnberg.
Nach der Anklage soll der Angeklagte am Nachmittag des 23. März 2025 auf dem Festgelände eines kurdischen Neujahrsfestes überraschend und mit Tötungsabsicht auf seinen 39 Jahre alten Cousin eingestochen haben. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach den Ermittlungen rund 1.000 Besucher auf dem Gelände. Das Opfer erlag noch vor Ort den Folgen der Stichverletzungen.
Anklage wegen Mordes aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen
Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten Mord aus Heimtücke sowie aus niedrigen Beweggründen zur Last. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll die Tat der Rache für den Tod der Schwester des Angeklagten gedient haben, die vor etwa 20 Jahren in Syrien getötet worden sein soll. Das Opfer habe nach Auffassung der Anklage nicht mit dem Angriff gerechnet und sei dadurch arg- und wehrlos gewesen.
Für das Verfahren hat die Schwurgerichtskammer insgesamt dreizehn Verhandlungstage vorgesehen. Neben dem Auftakttermin im Januar sind weitere Sitzungstage bis Ende Februar 2026 angesetzt. Ein Urteil wird erst nach Abschluss der Beweisaufnahme erwartet.