
Bonn, 26. Januar 2026 (JPD) – Stefanie Rüntz ist seit dem 1. September 2025 Präsidentin des Landgerichts Bonn. Am Montag wurde sie im Rahmen einer feierlichen Amtseinführung von Justizminister Dr. Benjamin Limbach vor über 250 geladenen Gästen offiziell in ihr Amt eingeführt. Zugleich würdigte der Minister die Verdienste ihres Vorgängers Dr. Stefan Weismann, der Ende Mai 2025 in den Ruhestand trat.
Minister Limbach betonte in seiner Ansprache die zentrale Rolle der Justiz in der Gesellschaft und unterstrich die Notwendigkeit, vorausschauend und innovativ zu agieren. Rüntz verwies in ihrer Rede auf die besondere Herausforderung, Künstliche Intelligenz sinnvoll in die Justiz einzubinden, und kündigte an, sich mit voller Kraft für die Belange des Bonner Gerichtsbezirks und seiner Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.
Laufbahn und bisherige Funktionen von Stefanie Rüntz
Stefanie Rüntz begann 1995 ihre richterliche Laufbahn in Nordrhein-Westfalen und wurde 1999 Richterin am Amtsgericht Aachen. Von 2004 bis 2008 war sie als Referentin im Justizministerium NRW tätig, bevor sie 2008 zur Richterin am Oberlandesgericht Köln ernannt wurde. Dort leitete sie zunächst das Dezernat für Presse, Veranstaltungen und Organisationsberatung und später das Dezernat für Prüfungs-, Referendar- und Berichtsangelegenheiten.
2014 kehrte Rüntz als Leitende Ministerialrätin ins Ministerium zurück, zuständig für die Abteilungen Öffentliches Recht, Zivilrecht und Internationales, die Zentralabteilung sowie die Abteilung für Aus- und Fortbildung. 2022 wurde sie Präsidentin des Landgerichts Krefeld, 2023 Präsidentin des Landgerichts Wuppertal, wo sie neben der Verwaltung auch den Vorsitz einer zweitinstanzlichen Zivilkammer innehatte.
Am Landgericht Bonn übernimmt Rüntz neben ihrer Präsidentschaft den Vorsitz der 5. Zivilkammer, die über Berufungen gegen amtsgerichtliche Urteile in Zivilsachen entscheidet.





