
Düsseldorf, 31. Januar 2026 (JPD) – Nordrhein-Westfalen stockt die Zahl der Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare im kommenden Jahr spürbar auf. Das Justizministerium des Landes plant für 2026 mehr als 1.700 Neueinstellungen und damit rund 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach einer Phase haushaltsbedingter Zurückhaltung kehrt das Land damit wieder auf das Einstellungsniveau von 2023 zurück und setzt auf eine nachhaltige Stärkung des juristischen Nachwuchses.
Trotz weiterhin angespannter Haushaltslage habe die Landesregierung die Voraussetzungen geschaffen, die personelle Basis der Justiz langfristig zu sichern, teilte das Ministerium mit. Ziel sei es, die Ausbildungskapazitäten stabil auszubauen und dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Juristinnen und Juristen Rechnung zu tragen. Die Gesamtzahl der Referendarinnen und Referendare soll nach einer Konsolidierungsphase wieder kontinuierlich steigen.
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Mit der Erhöhung reagiert das Ministerium nach eigenen Angaben auf die hohe Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im juristischen Vorbereitungsdienst. Nordrhein-Westfalen bleibe auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen, um die Funktionsfähigkeit der Gerichte und Staatsanwaltschaften dauerhaft zu sichern. Justizminister Dr. Benjamin Limbach erklärte, die Landesregierung erhöhe die Einstellungen, sobald es die Haushaltslage zulasse, da ein leistungsfähiger Rechtsstaat auf qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen sei.
Nach Kürzungen ab Juli 2024 infolge der angespannten Finanzlage ermöglicht die aktuelle Planung nun wieder eine deutliche Ausweitung. Mit der Rückkehr zum Einstellungsniveau von 2023 solle eine verlässliche Ausbildungssituation geschaffen werden, die sowohl Bewerberinnen und Bewerbern als auch der Justiz langfristige Planungssicherheit bietet.
Am bisherigen Verfahren hält das Land fest. In den Oberlandesgerichtsbezirken Düsseldorf, Hamm und Köln wird weiterhin grundsätzlich monatlich eingestellt. Die Zuweisung erfolgt nach Eingang der Bewerbungen, sodass der juristische Nachwuchs seine Ausbildungsplanung frühzeitig ausrichten kann. Das Justizministerium sieht darin einen zentralen Baustein, um Nordrhein-Westfalen als Ausbildungsstandort für Juristinnen und Juristen attraktiv zu halten.





