Anklage gegen Kindertagesbetreuer: 41 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern vorgeworfen

Karlsruhe, 25. März 2026 (JPD) Das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum hat Anklage gegen einen Kindertagesbetreuer aus dem Rems-Murr-Kreis erhoben. Dem deutschen Staatsangehörigen werden unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen sowie die Herstellung kinderpornographischer Inhalte vorgeworfen. Die Anklage wurde beim Landgericht Stuttgart eingereicht. Grundlage sind gemeinsame Ermittlungen mit dem Polizeipräsidium Aalen.

Nach Angaben der Ermittler soll der Beschuldigte zwischen 2020 und seiner Festnahme im Oktober 2025 in insgesamt 41 Fällen sexuelle Handlungen an oder vor mindestens einem von acht ihm anvertrauten Kindern vorgenommen haben. Die Kinder waren zum Tatzeitpunkt zwischen 0 und 12 Jahre alt. Zudem wird ihm zur Last gelegt, in zwei Fällen sexuelle Handlungen der Kinder untereinander aufgezeichnet zu haben. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass er kinderpornographische Inhalte an Dritte weitergegeben hat.

Ermittlungen und Festnahme nach Auswertung digitaler Beweismittel

Der Tatverdacht ergab sich aus Ermittlungen bayerischer Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit einem Peer-to-Peer-Netzwerk. Die Auswertung der bei dem Beschuldigten sichergestellten elektronischen Geräte erhärtete den Verdacht des vielfachen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Daraufhin wurde der Mann Anfang Oktober 2025 festgenommen und der Kontakt zu den betroffenen Kindern beendet.

Der Beschuldigte hat die Vorwürfe nach Angaben der Ermittler eingeräumt und befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens hat nun das Landgericht Stuttgart zu entscheiden. Die Anklage richtet sich auf mehrere schwerwiegende Straftatbestände im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

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