Berlin, 16.01.2026 (PM) – Gleiss Lutz hat das finnische Verteidigungs- und Technologieunternehmen Patria bei zwei Beschaffungsverträgen mit der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des internationalen Programms „Common Armoured Vehicle System“ (CAVS) im Gesamtvolumen von über EUR 2 Milliarden beraten.
Die Verträge umfassen die Beschaffung von bis zu 876 Patria 6×6 Radpanzern in vier Varianten, darunter Konfigurationen mit dem Patria NEMO Turmmörsersystem sowie der ferngesteuerten Kongsberg RS4 Waffenstation, mit einem festen Auftragswert von über EUR 1 Milliarde zzgl. Optionen.
Es handelt sich um den größten Einzelauftrag in der Geschichte von Patria.
Patria ist ein Joint Venture der norwegischen Kongsberg Defence & Aerospace AS (49,9 %) und des Staates Finnland (50,1 %). Über Patrias 50%-Beteiligung am norwegisch finnischen Rüstungskonzern Nammo AS bilden diese drei Unternehmen eine führende nordische Verteidigungspartnerschaft.
Die Beschaffung trägt zum Ziel der Bundeswehr bei, bis 2029 volle Einsatzbereitschaft zu erreichen. Das CAVS-Programm umfasst derzeit sieben Mitgliedstaaten – Finnland, Lettland, Schweden, Deutschland, Dänemark, das Vereinigte Königreich und Norwegen – und sieht eine weitgehende Nutzung lokaler Industriekapazitäten vor.
Das folgende Gleiss Lutz Team unter der gemeinsamen Federführung von Dr. Marco König (Partner, Vergaberecht) und Dr. Christoph Goller (M&A/Defense & Security, beide Stuttgart) hat Patria beraten:
Dr. Christine Mattes (Partner), Simon Kaifel (beide Vergaberecht), Prof. Dr. Eric Wagner (Partner), Dr. Simon Wagner (Counsel, beide Commercial, alle Stuttgart), Dr. Andreas Schüssel (Partner, Kartellrecht, Düsseldorf), Dr. Alexander Molle (Partner, Berlin), Christian Eulenpesch (Counsel, beide IP/Tech, Stuttgart), Dr. Stefan Mayer (Partner), Julian Kettemer (beide Steuerrecht, Frankfurt).