Keine Trendumkehr am Arbeitsmarkt – Frühjahrsbelebung bleibt aus

Nürnberg, 30. April 2026 (JPD) Die Bundesagentur für Arbeit sieht weiterhin keine grundlegende Erholung am deutschen Arbeitsmarkt. Im April 2026 sank die Zahl der Arbeitslosen zwar um 13.000 auf 3.008.000, saisonbereinigt ergibt sich jedoch ein Anstieg um 20.000 Personen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich liegt die Zahl der Arbeitslosen um 77.000 höher.

Arbeitsmarkt ohne klare Erholungstendenz im Frühjahr 2026

Die Bundesagentur für Arbeit stellt fest, dass die Frühjahrsbelebung nur schwach ausgefallen ist. Auch die Unterbeschäftigung stieg saisonbereinigt leicht an und lag im April bei 3.665.000 Personen, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erwerbslosenquote belief sich zuletzt auf 4,2 Prozent. Insgesamt bleibt die Lage am Arbeitsmarkt damit angespannt.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften verharrt auf niedrigem Niveau. Im April waren 641.000 offene Stellen gemeldet, etwas weniger als im Vorjahr. Der BA-Stellenindex sank auf 102 Punkte. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sowie die Zahl geringfügiger Beschäftigungen lagen unter den Vorjahreswerten.

Im Bereich der Kurzarbeit zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Für 28.000 Personen wurde im April Kurzarbeit angezeigt, während im Februar 156.000 Beschäftigte tatsächlich Kurzarbeitergeld erhielten. Auch der Ausbildungsmarkt bleibt in Bewegung, wobei derzeit 211.000 Bewerber noch ohne Ausbildungsplatz oder Alternative sind.

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