
Wiesbaden, 14. April 2026 (JPD) In Deutschland sind im Jahr 2024 insgesamt 24 Menschen an den Folgen von Zeckeninfektionen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entfielen 15 Todesfälle auf Borreliose und 9 auf die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im Jahr zuvor waren 19 Todesfälle registriert worden, davon 10 durch Borreliose und 9 durch FSME. Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr nimmt die Aktivität von Zecken und damit das Infektionsrisiko zu.
Deutlicher Anstieg bei FSME-Klinikbehandlungen
Im Jahr 2024 wurden rund 4.830 Patientinnen und Patienten wegen Borreliose stationär behandelt. Damit lag die Zahl unter dem langjährigen Durchschnitt von etwa 6.270 Fällen pro Jahr seit 2004. Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion; eine Impfung steht bislang nicht zur Verfügung, sodass vor allem die Vermeidung von Zeckenstichen als Schutzmaßnahme gilt.
Demgegenüber stieg die Zahl der stationären FSME-Behandlungen deutlich an. Knapp 850 Menschen wurden 2024 wegen der durch Viren verursachten Erkrankung im Krankenhaus behandelt, deutlich mehr als im Durchschnitt von rund 490 Fällen pro Jahr im Zeitraum 2004 bis 2024. FSME kann zu Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten führen und betrifft insbesondere Personen in Risikogebieten mit häufigem Aufenthalt im Freien. Neben Schutzmaßnahmen wird hier eine Impfung empfohlen.






