Tiernahrungshersteller Bunny stellt Insolvenzantrag – Geschäftsbetrieb läuft weiter

Melle, 3. April 2026 (JPD) Über die Bunny Tierernährung GmbH sowie die World of Pets Verwaltungs GmbH ist die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet worden. Das Amtsgericht Osnabrück bestellte am 24. März 2026 Rechtsanwältin Dr. Ria Brüninghoff und Rechtsanwalt Marc Selker von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zu vorläufigen Insolvenzverwaltern. Während Brüninghoff für die operative Gesellschaft zuständig ist, verantwortet Selker das Verfahren der Verwaltungsgesellschaft.

Die international tätige Unternehmensgruppe ist im Handel und in der Herstellung von Tiernahrung für Kleinsäugetiere aktiv. Als Ursachen für die Insolvenzanträge werden insbesondere schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Probleme im Lieferantenumfeld und im Exportgeschäft genannt. Diese Entwicklungen hätten die wirtschaftliche Lage zunehmend belastet und sich auf die Liquidität ausgewirkt.

Vorläufige Insolvenzverwaltung stabilisiert Geschäftsbetrieb

Der Geschäftsbetrieb wird unterdessen fortgeführt. Die rund 90 Beschäftigten wurden über die Situation informiert; ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Parallel prüfen die vorläufigen Insolvenzverwalter die wirtschaftliche und rechtliche Lage der Unternehmen.

Ziel ist die Einleitung eines strukturierten Investorenprozesses, um eine nachhaltige Fortführungslösung zu erreichen. Die enge Verbindung beider Gesellschaften erfordert dabei ein abgestimmtes Vorgehen. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren wurden bereits aufgenommen.

Die Bunny Tierernährung GmbH wurde 1988 gegründet und ist auf Produkte für Kleinsäugetiere spezialisiert. Das Sortiment umfasst neben Futtermitteln auch Einstreu-, Pflege- und Zubehörprodukte, die über Fachhandel und Online-Kanäle in mehreren Ländern vertrieben werden. Eine Investorenlösung soll die Zukunft der Standorte und möglichst vieler Arbeitsplätze sichern.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner