Binnenschifffahrt 2025 mit niedrigstem Transportaufkommen seit 1990

Wiesbaden, 25. März 2026 (JPD) Das Transportaufkommen der Binnenschifffahrt in Deutschland ist im Jahr 2025 um 1,3 Prozent auf 171,6 Millionen Tonnen gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes handelt es sich um den niedrigsten Wert seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Hauptursache war ein deutlicher Rückgang des Güterversands ins Ausland, der um 4,8 Prozent auf 41,1 Millionen Tonnen fiel. Dagegen nahm der Güterempfang aus dem Ausland leicht um 0,6 Prozent auf 77,0 Millionen Tonnen zu.

Der innerdeutsche Verkehr blieb mit 42,8 Millionen Tonnen nahezu stabil, während der Transitverkehr um 5,4 Prozent auf 10,7 Millionen Tonnen zurückging. Insgesamt wurde der grenzüberschreitende Verkehr weiterhin maßgeblich von wenigen großen Häfen geprägt.

Struktur des Güterverkehrs und Bedeutung internationaler Häfen

Trockene Massengüter wie Erze, Kohle und Baustoffe dominierten mit 92,5 Millionen Tonnen und einem Anteil von 53,9 Prozent das Transportaufkommen, gefolgt von flüssigen Massengütern mit 49,0 Millionen Tonnen und 28,5 Prozent. Der Containerverkehr erreichte 16,6 Millionen Tonnen und blieb damit unter dem Vorjahresniveau.

Zu den wichtigsten Gütergruppen zählten flüssige Mineralölerzeugnisse mit 27,8 Millionen Tonnen, Steine und Erden mit 20,0 Millionen Tonnen sowie Eisenerze mit 17,7 Millionen Tonnen. Während insbesondere Eisenerze deutlich rückläufig waren, stieg der Transport von Kohle um 5,9 Prozent auf 16,1 Millionen Tonnen. Zusammen entfiel knapp die Hälfte des Gesamtaufkommens auf diese vier Warengruppen.

Im grenzüberschreitenden Verkehr dominierten die sogenannten ARA-Häfen. Rotterdam war mit 57,2 Millionen Tonnen der wichtigste Umschlagplatz, gefolgt von Antwerpen und Amsterdam. Auf diese drei Häfen entfielen mehr als 70 Prozent des gesamten Auslandsverkehrs. Mehr als die Hälfte der Güter wurde auf Schiffen unter niederländischer Flagge transportiert, während deutsche Schiffe knapp ein Drittel des Aufkommens erreichten.

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