Karlsruhe, 23. März 2026 (JPD) Die geplante Eröffnung der Insolvenzverfahren über die Kita-Betreibergesellschaften Pro-Liberis und Lenitas zum 1. April 2026 markiert einen weiteren Schritt in der laufenden Neuaufstellung. Nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwalter werden Gespräche mit mehreren potenziellen Partnern geführt. Ein abschließend mit allen Beteiligten abgestimmtes Übernahmeangebot liegt bislang nicht vor.
Ziel des Verfahrens ist der Erhalt der Einrichtungen und Arbeitsplätze. Vorrangig wird eine Gesamtlösung angestrebt, die alle Standorte umfasst. Sollte dies nicht erreichbar sein, werden alternativ Teillösungen mit mehreren Partnern geprüft, um möglichst viele Einrichtungen fortzuführen. Die Gespräche erfolgen unter Vertraulichkeit, um den Fortgang des Verfahrens nicht zu gefährden.
Insolvenzverfahren ohne Auswirkungen auf laufenden Betrieb
Mit der geplanten Verfahrenseröffnung soll der Betrieb in den Kindertagesstätten unverändert fortgeführt werden. Die Betreuung der Kinder läuft weiterhin regulär, auch die Arbeitsverhältnisse bleiben bestehen. Ab April werden die Löhne und Gehälter wieder vollständig von den Unternehmen selbst gezahlt.
Die Verantwortlichen verweisen auf eine fortlaufende Abstimmung mit Kommunen und weiteren Beteiligten. Die Neuaufstellung befinde sich in einer sensiblen Phase, in der eine tragfähige Lösung für Einrichtungen, Beschäftigte und Familien erreicht werden soll.
Pro-Liberis betreibt derzeit 20 Kindertagesstätten mit insgesamt 907 Betreuungsplätzen und beschäftigt 447 Mitarbeitende. Lenitas unterhält neun Einrichtungen mit 452 Plätzen sowie weitere Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und hat 170 Beschäftigte.






