Großhandelspreise steigen im Januar um 1,2 Prozent

Wiesbaden, 13. Februar 2026 (JPD) – Die Großhandelsverkaufspreise in Deutschland sind im Januar 2026 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Damit setzte sich die bereits im Dezember 2025 verzeichnete Jahresrate von ebenfalls 1,2 Prozent fort, nachdem sie im November noch bei 1,5 Prozent gelegen hatte. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Großhandelspreise im Vergleich zum Dezember 2025 um 0,9 Prozent.

Deutlicher Preisschub bei Nicht-Eisen-Metallen

Haupttreiber der Entwicklung waren im Januar stark gestiegene Preise für Nicht-Eisen-Erze, Nicht-Eisen-Metalle und daraus hergestelltes Halbzeug. In diesem Segment lagen die Preise durchschnittlich 43,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch im Monatsvergleich ergab sich hier ein deutlicher Anstieg von 8,6 Prozent.

Einen weiteren Beitrag zum Anstieg der Großhandelspreise leistete der Bereich Nahrungs- und Genussmittel, Getränke sowie Tabakwaren. Die Preise lagen hier um 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau und um 0,2 Prozent über dem Stand vom Dezember 2025. Besonders ausgeprägt war die Verteuerung bei Zucker, Süß- und Backwaren mit einem Plus von 12,5 Prozent binnen Jahresfrist. Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze verteuerten sich im Jahresvergleich um 4,1 Prozent, verbilligten sich jedoch gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent. Fleisch und Fleischwaren kosteten 4,0 Prozent mehr als im Januar 2025, gaben jedoch gegenüber Dezember um 0,4 Prozent nach.

Rückläufig entwickelten sich dagegen die Preise im Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln, die 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Auch Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette verbilligten sich im Jahresvergleich um 5,7 Prozent. Mineralölerzeugnisse waren im Januar 2026 um 4,8 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor, verteuerten sich jedoch im Vergleich zum Dezember um 3,0 Prozent.

Die aktuellen Daten zu den Großhandelspreisen gelten als Frühindikator für die weitere Preisentwicklung entlang der Lieferkette und damit auch für die Verbraucherpreisinflation in Deutschland.

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