
Wiesbaden, 6. Februar 2026 (JPD) – Deutschlands Außenhandel hat zum Jahresende 2025 spürbar angezogen. Die kalender- und saisonbereinigten Exporte stiegen im Dezember gegenüber dem Vormonat um 4,0 Prozent auf 133,3 Milliarden Euro, während die Importe um 1,4 Prozent auf 116,2 Milliarden Euro zunahmen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich der Außenhandelsüberschuss damit auf 17,1 Milliarden Euro.
Auch im Vorjahresvergleich zeigt sich eine Belebung der Warenausfuhren. Gegenüber Dezember 2024 legten die Exporte um 2,7 Prozent zu, die Einfuhren wuchsen um 5,6 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 erreichten die Exporte einen kalender- und saisonbereinigten Wert von 1.569,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Importe erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 4,4 Prozent auf 1.366,9 Milliarden Euro.
Außenhandel 2025: EU und Drittstaaten treiben Exportdynamik
Der Zuwachs im Dezember wurde sowohl vom Handel mit EU-Staaten als auch mit Drittstaaten getragen. In die Europäische Union exportierte Deutschland Waren im Wert von 75,3 Milliarden Euro, ein Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber November. Die Importe aus der EU wuchsen um 1,7 Prozent auf 59,4 Milliarden Euro. Innerhalb der Eurozone beliefen sich die Ausfuhren auf 52,7 Milliarden Euro, während aus diesen Staaten Waren im Wert von 39,5 Milliarden Euro eingeführt wurden.
Noch stärker entwickelten sich die Exporte in Staaten außerhalb der EU. In die sogenannten Drittstaaten wurden im Dezember Waren im Wert von 58,0 Milliarden Euro ausgeführt, was einem Plus von 5,0 Prozent zum Vormonat entspricht. Die Importe aus diesen Ländern nahmen um 1,2 Prozent auf 56,8 Milliarden Euro zu.
Wichtigster Abnehmer deutscher Waren blieben die Vereinigten Staaten. Dorthin exportierte Deutschland im Dezember kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 11,8 Milliarden Euro, 8,9 Prozent mehr als im November, jedoch 12,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Exporte nach China stiegen gegenüber dem Vormonat um 10,7 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro, die Lieferungen in das Vereinigte Königreich erhöhten sich um 14,6 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.
Auf der Importseite lag China ebenfalls vorn. Von dort bezog Deutschland Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 4,1 Prozent zum Vormonat. Die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten stiegen um 3,0 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, während die Importe aus dem Vereinigten Königreich um 14,8 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zurückgingen.
Jahresbilanz: Überschuss sinkt, China wird wichtigster Handelspartner
In nicht kalender- und saisonbereinigter Rechnung exportierte Deutschland im Dezember 2025 Waren im Wert von 118,6 Milliarden Euro und importierte Güter im Wert von 105,0 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein nominaler Überschuss von 13,6 Milliarden Euro nach 15,0 Milliarden Euro im Dezember 2024.
Für das Gesamtjahr 2025 summierten sich die Exporte auf 1.562,9 Milliarden Euro, die Importe auf 1.362,5 Milliarden Euro. Der Außenhandelsüberschuss belief sich damit auf 200,4 Milliarden Euro und lag deutlich unter dem Vorjahreswert von 242,9 Milliarden Euro. Zugleich verschob sich die Rangfolge der wichtigsten Handelspartner: Mit einem Außenhandelsumsatz von 251,8 Milliarden Euro war China 2025 Deutschlands bedeutendster Partner vor den Vereinigten Staaten mit 240,5 Milliarden Euro, nachdem 2024 noch die USA an der Spitze gelegen hatten.
Damit zeigt der deutsche Außenhandel zum Jahresende zwar eine kurzfristige Belebung, im Jahresvergleich jedoch auch eine stärkere Dynamik auf der Importseite, die den Überschuss spürbar reduziert hat.




