
Nürnberg, 30. Januar 2026 (JPD) – Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar 2026 saisonbedingt deutlich gestiegen und überschreitet erneut die Marke von drei Millionen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhöhte sich die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 177.000 auf 3,085 Millionen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent, im Vorjahresvergleich liegt sie 0,2 Punkte höher.
Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der BA, erklärte anlässlich der monatlichen Pressekonferenz: „Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen.“ Saisonbereinigt blieb die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat weitgehend stabil.
Unterbeschäftigung und Kurzarbeit zeigen stabile Entwicklung
Die Unterbeschäftigung, die neben der Arbeitslosigkeit auch Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und kurzfristig Arbeitsunfähige umfasst, sank saisonbereinigt leicht um 4.000 auf 3,705 Millionen. Damit liegt sie 8.000 unter dem Vorjahreswert.
Im Bereich Kurzarbeit wurden im Januar für 28.000 Personen konjunkturelle Anzeigen gemeldet. Nach vorläufigen Hochrechnungen für November 2025 erhielten 204.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld, sechs Prozent mehr als im Vormonat, aber 61.000 weniger als im Vorjahresmonat.
Erwerbstätigkeit und Arbeitskräftenachfrage leicht rückläufig
Die Erwerbstätigkeit sank im Dezember 2025 saisonbereinigt geringfügig um 6.000 Personen auf 46,04 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Zahl der Erwerbstätigen um 74.000 niedriger. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verringerte sich von Oktober auf November 2025 saisonbereinigt leicht um 5.000 und liegt im Jahresvergleich um 17.000 niedriger. Geringfügig entlohnte Beschäftigung umfasst 7,63 Millionen Personen, 30.000 weniger als im Vorjahr.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt moderat. Bei der BA waren im Januar 598.000 Stellen gemeldet, 34.000 weniger als im Vorjahresmonat. Der BA-Stellenindex (BA-X) sank um einen Punkt auf 100 Punkte und liegt fünf Punkte unter dem Wert des Vorjahres.
Ausbildungsmarkt weiterhin angespannt
Von Oktober 2025 bis Januar 2026 suchten 84.000 Bewerberinnen und Bewerber eine sofortige Ausbildungsstelle, 12.000 mehr als im Vorjahr. Dem standen 64.000 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber, 15.000 weniger als 2025. 41.000 Bewerber blieben unversorgt, 23.000 suchten trotz vorhandener Alternativen weiterhin nach einer Ausbildung. 13.000 Stellen waren noch unbesetzt.
Die BA weist darauf hin, dass der Ausbildungsmarkt im Januar traditionell noch in Bewegung ist. Für das Berichtsjahr 2025/26 wurden bislang zwei Prozent mehr Bewerber gemeldet, während die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze um 13 Prozent niedriger liegt als im Vorjahr.




