
Wiesbaden, 27. Januar 2026 (JPD) – Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen ist 2024 spürbar gestiegen. Zum 31. Dezember 2024 arbeiteten dort knapp 6,2 Millionen Menschen und damit 102.000 oder 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Erstmals seit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie im Jahr 2021 wuchs das Personal damit wieder um mehr als ein Prozent. In den beiden Vorjahren war der Zuwachs deutlich geringer ausgefallen.
Auch die auf Vollzeit umgerechnete Beschäftigung legte zu. Die Zahl der sogenannten Vollzeitäquivalente belief sich Ende 2024 auf gut 4,4 Millionen und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent. Damit nahm nicht nur die Zahl der Beschäftigten, sondern auch das tatsächlich geleistete Arbeitsvolumen im Gesundheitswesen zu.
Beschäftigungsaufbau vor allem in Kliniken und Pflegeeinrichtungen
Getragen wurde der Anstieg vor allem von den (teil-)stationären Einrichtungen. Dort wuchs die Beschäftigtenzahl 2024 um 64.000 Personen oder 3,0 Prozent und damit deutlich stärker als im ambulanten Bereich mit einem Plus von 32.000 oder 1,3 Prozent. In Krankenhäusern kamen 38.000 Beschäftigte hinzu, was einem Zuwachs von 2,9 Prozent entspricht. Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen verzeichneten ein Plus von 5.000 Personen oder 4,2 Prozent, während in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen 21.000 zusätzliche Arbeitskräfte gezählt wurden.
Im ambulanten Sektor entwickelte sich die Beschäftigung uneinheitlicher. Zuwächse meldet Destatis vor allem in der ambulanten Pflege mit 11.000 zusätzlichen Kräften oder 2,6 Prozent sowie in Praxen sonstiger medizinischer Berufe wie der Physio- und Ergotherapie mit einem Plus von 14.000 oder 2,4 Prozent. Auch Arzt- und Zahnarztpraxen legten moderat zu. Dagegen blieb die Zahl der Beschäftigten in Apotheken sowie im Einzelhandel mit augenoptischen, medizinischen und orthopädischen Artikeln insgesamt unverändert.
Pflegehelfer wachsen schneller als examinierte Pflegekräfte
Ein Schwerpunkt des Beschäftigungsanstiegs lag erneut in der Pflege. In Krankenhäusern, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen arbeiteten 2024 insgesamt 49.000 Pflegekräfte mehr als im Vorjahr, was einem Zuwachs von 3,4 Prozent entspricht. Dabei entwickelten sich die einzelnen Qualifikationsgruppen unterschiedlich.
Die Zahl der Pflegehelferinnen und -helfer wuchs mit 5,2 Prozent deutlich stärker als die der examinierten Pflegekräfte mit 2,6 Prozent. Absolut stieg die Zahl der Pflegehelferinnen und -helfer um 24.000 auf 485.000, während die Zahl der examinierten Pflegekräfte um 25.000 auf rund eine Million zunahm. Nach Angaben von Destatis setzt sich damit ein langfristiger Trend fort, nach dem die Wachstumsraten bei Pflegehelferinnen und -helfern seit Jahren höher liegen als bei examiniertem Fachpersonal im Gesundheitswesen.





