München, 15. Januar 2026 (JPD) – Die Lage im deutschen Wohnungsbau hat sich zum Jahresende erneut eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts sank im Dezember auf minus 20,6 Punkte, nach minus 19,3 Punkten im Vormonat. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen pessimistischer aus.

Nach Angaben des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts berichten immer mehr Unternehmen von anhaltenden Nachfrageschwächen. Der Anteil der Wohnungsbauunternehmen, die einen Mangel an Aufträgen beklagen, stieg im Dezember weiter an. Gleichzeitig nahm auch die Zahl der Firmen zu, die von Stornierungen bereits geplanter Bauprojekte betroffen sind.

Auftragsmangel und Stornierungen belasten Wohnungsbau

Konkret gaben zuletzt 47,7 Prozent der befragten Unternehmen an, zu wenige Aufträge zu haben, nach 47,0 Prozent im November. Auch der Anteil der Betriebe, die von abgesagten Bauvorhaben berichten, erhöhte sich leicht auf 11,5 Prozent. Damit setzt sich die seit Monaten angespannte Situation in der Branche fort.

Nach Einschätzung des ifo Instituts schlagen sich die zuletzt gestiegenen Zahlen bei den Wohnungsbaugenehmigungen bislang nicht in der Geschäftslage der Unternehmen nieder. Zwischen der Erteilung einer Genehmigung und der tatsächlichen Vergabe von Bauaufträgen vergehen im Durchschnitt drei bis sechs Monate. Viele Betriebe warteten daher weiterhin auf eine spürbare Belebung der Nachfrage im Wohnungsbau.

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