
München, 9. Januar 2026 (JPD) – Das Geschäftsklima in der deutschen Automobilindustrie hat sich zum Jahresende 2025 geringfügig aufgehellt. Nach Angaben des ifo Instituts stieg der Geschäftsklimaindex im Dezember saisonbereinigt auf minus 19,8 Punkte, nach minus 20,2 Punkten im November. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage zwar etwas schlechter, blickten jedoch weniger pessimistisch auf die kommenden Monate.
Die Verbesserung geht nach Einschätzung des ifo Instituts vor allem auf eine verhalten optimistischere Erwartungshaltung zurück. Während die Einschätzung der laufenden Geschäfte weiter unter Druck steht, signalisiert der Index eine vorsichtige Stabilisierung der Perspektiven in der Branche. Als ein zentraler Faktor gilt dabei die Entwicklung der Elektromobilität, die zuletzt an Bedeutung gewonnen hat.
Elektromobilität gewinnt an Gewicht
Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden im Dezember 2025 in Deutschland knapp 55.000 batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen. Damit entfielen mehr als 22 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen auf reine Elektroautos. Im Jahresdurchschnitt 2025 erreichte der Anteil von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen mit 19 Prozent einen neuen Höchststand.
Zudem entwickelten sich die Neuzulassungen im Jahresverlauf unterschiedlich: Während die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge nahezu kontinuierlich zunahm, gingen die Zulassungen von Benzin- und Diesel-Pkw im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten fortlaufend zurück. Die Elektromobilität habe sich damit zunehmend im deutschen Markt etabliert, erklärte ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Trotz der leichten Verbesserung bleibt das Geschäftsklima in der Automobilindustrie insgesamt deutlich im negativen Bereich. Die Branche steht weiterhin vor strukturellen Herausforderungen, während der Übergang zur Elektromobilität an Dynamik gewinnt und die Erwartungen der Unternehmen vorsichtig stabilisiert.