Werkzeughersteller Horst Pfau stellt Insolvenzantrag – Betrieb läuft weiter

Lößnitz/Chemnitz, 4. März 2026 (JPD) Die Horst Pfau GmbH aus dem sächsischen Lößnitz hat Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Chemnitz bestellte Rechtsanwalt Christian Krönert von der Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er prüft die wirtschaftliche Lage sowie Sanierungsoptionen für den Hersteller von Stanz- und Umformwerkzeugen.

Geschäftsbetrieb und Löhne im Insolvenzverfahren gesichert

Der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben des Unternehmens uneingeschränkt weiter, bestehende und neue Aufträge werden bearbeitet. Die Löhne und Gehälter der rund 25 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld bis mindestens Ende April abgesichert. Ziel ist eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung, etwa durch den Einstieg eines Investors oder die Integration in eine Unternehmensgruppe.

Das 1914 gegründete Unternehmen fertigt Stanz- und Umformwerkzeuge, darunter Folgeverbundwerkzeuge, auch in Kleinserien und nach individuellen Kundenanforderungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Aufträgen aus der Automobilzulieferindustrie. Hintergrund des Insolvenzantrags ist ein deutlicher Rückgang bei Neubestellungen infolge der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche, wodurch Umsatz und Liquidität im vergangenen Jahr erheblich einbrachen.

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